Musizieren stärkt die Persönlichkeit

Konstantin, Rita und Esad freuen sich gemeinsam mit der Rektorin der Bonifatius-Schule, Elisabeth Knoche, über die von Michael Groß (Ortsvereinsvorsitzender der Brasserter SPD) und Willi Kuprat (Vorsitzender der AG 60 plus) überreichten Spende (v.l.n.r.).

200 Euro spendete der SPD-Ortsverein Brassert für das Projekt „Streicherklasse“ der Bonifatiusschule. Unter dem Motto „Jedem Kind ein Instrument“ rief die Grundschule einen besonderen Musikunterricht ins Leben. Seit August kommen Lehrer des Musikhauses Marl für zwei Stunden pro Woche in die Schule und geben 26 Kindern Geigenunterricht. Weil das Interesse größer ist als das bestehende Angebot, soll es nun eine zweite Klasse geben, für die weitere Instrumente benötigt werden.

Das vom Ortsvereinsvorsitzenden Michael Groß und Willi Kuprat als Vorsitzenden der AG 60 plus überbrachte Geld ist der Überschuss des schon traditionellen Brasserter Haldenfestes. Unter Beteiligung der Jusos und dem Ortsverein Brassert wurde eine Tombola veranstaltet und von den Mitgliedern der AG 60 plus Reibeplätzchen und selbstgebackener Kuchen verkauft. Wichtig war den Genossen, den Erlös nicht zu behalten, sondern ein vielversprechendes Projekt im Ortsteil zu unterstützen. „Die Summe entspricht schon einem halben Cello“, freute sich die Rektorin der Schule, Elisabeth Knoche.

Besonders das Musizieren unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern. Konzentration und Feinmotorik werden geschult, das Selbstbewusstsein gestärkt. Insgesamt 110 Kinder, das sind fast zwei Drittel aller Schüler, nehmen an verschiedenen Projekten in Zusammenarbeit mit der Marler Musikschule und dem Musikhaus Marl teil. „Doch ohne engagierte Eltern und finanzielle Zuwendungen geht nichts“, bestätigt Elisabeth Knoche. „Die Instrumente muss man bereit stellen, weil sie zu Hause meist nicht vorhanden sind.“
Mit ehrlichem Lob und Anerkennung würdigten die beiden Vorsitzenden den vorbildlichen Einsatz an der Bonifatiusschule. Auch neue Ideen wurden entwickelt: Mitglieder der AG 60 plus könnten als „Großeltern-Paten“ fungieren und im offenen Ganztagsbereich mit den Schülern spielen, musizieren oder lesen. „Nicht nur die Kinder selbst werden durch solche Projekte gestärkt, sondern auch deren Verbindung zu Schule und Unterricht“, weiß Michael Groß aus eigener Erfahrung. „In Kinder und Bildung zu investieren heißt, in unsere Zukunft zu investieren.“