SPD drängt auf Sanierung der Marler Schulen

Michael Groß MdB

„Prioritäten setzen“ heißt es auch bei den aller notwendigsten Investitionen, um im Rahmen der Finanzierungsmöglichkeiten zu bleiben. Besonders wichtig ist der SPD-Fraktion die längst überfällige Sanierung der Marler Schulen. So besteht dringender Handlungsbedarf bei der Ernst-Immel-Realschule, der Johannes-Schule, der Canisius-Schule und der Herrmann-Claudius-Schule. Auch die Scharoun-Schule und das Doppelgymnasium ASG/GSG sind renovierungsbedürftig. Zusätzlich müssen Innenarbeiten durchgeführt, Fenster aus energetischen und damit auch aus Kostengründen erneuert werden.

„Wir benötigen die uns zur Verfügung stehenden fi-nanziellen Mittel, um endlich unsere Schulen verlässlich zu sanieren, auch wenn dadurch die Renovierung des Rathauses um zwei bis drei Jahre verschoben werden muss“, bekräftigt der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß die Entscheidung. „Die Kolleginnen und Kollegen in der Stadtverwaltung müssen wir leider bitten, trotz der uns bekannten schwierigen Arbeitsbedingungen, bis dahin ihre Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt weiter so engagiert zu verrichten.“

Interessanterweise kritisiert die FDP-Fraktion nun öffentlich die zugunsten der Marler Schulen verschobene Sanierung der Rathaustürme. Und dass, obwohl sie selbst beispielsweise der Renovierung der Scharoun-Schule zugestimmt hat. „Hier werden Verwaltungsangestellte gegen Schülerinnen und Schüler ausgespielt“, ärgert sich Michael Groß. „In einem interfraktionellen Arbeitskreis hat uns die Verwaltung versichert, dass aufgrund der Leerstände im Rathaus und im Riegelhaus eine Verdichtung der Arbeitsplätze möglich ist. Insbesondere das Riegelhaus, dessen Räumlichkeiten nicht veräußerbar sind, bietet dauerhaft freie Kapazitäten. Weil bis Mitte des nächsten Jahrzehnts etwa 150 Mitarbeiter der Stadtverwaltung aus Altersgründen ausscheiden werden und weil, Dank moderner Technik, auch die Einrichtung von Telearbeitsplätzen denkbar wäre, wird der Raumbedarf der Verwaltung künftig weiter schrumpfen.

Fraglich ist auch die propagierte Vermarktung eines Rathausturms an die Vestische Arbeit ab 2010. Denn nach geltendem EU-Recht müsste eine solche Vermietung öffentlich ausgeschrieben werden. Ob die Vestische Arbeit zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch in der jetzigen Form existieren wird und Räumlichkeiten benötigt, wird erst feststehen, wenn die noch kommende Überprüfung der Einrichtung abgeschlossen ist.
Bei objektiver Betrachtung lassen die vielen noch offenen Fragen die Dringlichkeit der Rathaussanierung in einem anderen Licht erscheinen. „Vorerst ist es wichtiger, in unsere Zukunft, in Kinder und Jugendliche zu investieren“, stellt der SPD-Fraktionsvorsitzende klar. „Unsere Ziele sind und bleiben gleiche Bildungschancen für alle und soziale Gerechtigkeit.“