Waltraud Lehn wirbt für Sondermaßnahmen in Kohlerückzugsgebieten

Waltraud Lehn

Auf den hohen Qualifizierungsbedarf in den Kohlerückzugsgebieten hat die Marler Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn (SPD) in einem Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hingewiesen. Die BA wird jetzt prüfen, ob Mittel aus einem Sonderprogramm zur Verfügung gestellt werden können.

"Wichtig ist, die Beschäftigten in der Zuliefererindustrie der Steinkohle schon jetzt auf Veränderungen in der Arbeit vorzubereiten. Dafür brauchen wir gezielte Projekte der Weiterbildung und Qualifizierung“, so Lehn gegenüber der BA-Spitze in Nürnberg.

Anfang dieser Woche fuhr die Bundestagsabgeordnete nach Nürnberg, um dort mit dem Vorstandsvorsitzenden Frank-Jürgen Weise über den Arbeitsmarkt und den Haushalt der BA zu sprechen. Lehn ist im Haushaltsausschuss des Bundestages für
die Finanzen der BA zuständig. „Politik darf nicht erst dann einsetzen, wenn der Antrag auf Arbeitslosengeld auf dem Tisch liegt. In der derzeitigen Situation müssen wir weitsichtig sein, um neue Arbeitslosigkeit zu verhindern. Die sog. Kohlerückzugsgebiete sind dafür ein wichtiges Beispiel“, so Lehn.

Auch BA-Chef Weise unterstützt den Ansatz, schon früh gegen drohende Arbeitslosigkeit vorzugehen. Deswegen wird er im Rahmen einer detaillierten Prüfung klären, ob Mittel eines Sonderprogramms für Qualifizierung und Weiterbildung im Kohlerückzugsgebiet genutzt werden können. Waltraud Lehn ist sich sicher: „Das wäre ein großer Gewinn für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in unserer Region“.

Ein weiteres wichtiges Thema ihres Besuchs war die Situation der befristet Beschäftigten der BA und in den ARGEn. Auch hiervon ist die Emscher-Lippe Region betroffen. In Gesprächen mit der Bundesagentur und des Bundesministeriums für Arbeit
und Soziales wurden verschiedene Lösungsansätze diskutiert. Wichtige Hinweise über die Situation und Perspektive der Betroffenen erhielt Waltraud Lehn im Gespräch mit dem Personalrat der Bundesagentur. „Ich bin sicher, dass wir eine fina nziell tragfähige und für die Betroffenen faire Lösung finden werden“, so Waltraud Lehn.