Schutz für Kinder und zur Vermeidung von lebensmüden Gleisspringern gefordert

„Für die Sicherheit der Kinder und Bahnkunden haben wir gesammelt“, erläutert der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel beim Aufstellen eines Metallzaunes am Bahnhof Sinsen und hält es gleichwohl für einen Skandal, dass die Bahn ihren Pflichten nicht selbst nachkommt. „Hecke, Mauer oder Zaun“, forderte die SPD im Oktober des letzten Jahres mit großer Sorge und hoffte auf schnelle Abhilfe. Anlass der Sorge war das Fehlen einer Einfriedung des Bahnhofs Marl-Sinsen gleich hinter der Fahrradstation. Alarmiert durch Bürger hatten Fachleute der SPD vor Ort sofort die Situation in Augenschein genommen.

Die sehr alte und seit Jahrzehnten aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzte Rampe, die auf den Gleiskörper des Bahnhofs führt, war bis zum Herbst 2006 durch Zaun und Tor gesichert. Im Zuge des Baus der Fahrradstation wurde dieser Zaun aufgegeben und von der Bahn AG nicht mehr instand gesetzt.

Dementsprechend hatte sich zum Bahnhof über die Böschung ein Trampelpfad gebildet, der direkt über die Gleise führte. „Kaum auszudenken“, so die SPD damals, „wenn hier spielende Kinder zu Schaden kommen! Die Bahn trägt die Verantwortung.“

Umgehend hatten sich die Genossen an die Bahn AG gewandt, damit die längst überfällige Sicherung erfolgt. Doch die Bahn tat nichts dergleichen, sodass die Stadt auf Drängen der SPD kurzfristig einen Bauzaun zur Sicherung aufgestellt hatte, den sie nun im Frühjahr wieder benötigt und abbaute. Die Bahn stellte im Gegenzug ein „Warnschild“ auf!
Da die Genossinnen und Genossen nicht auf den ersten Gleisspringer warten wollten, der zu Schaden kommt, bevor etwas geschieht, haben sie beim letzten Parteitag für einen Metallzaun gesammelt und auch der SPD-Ortsverein Sinsen–Lenkerbeck ergänzte das Sammlungsergebnis! Michael Waniczek, Projektkoordinator der rebeq, freut sich über die zupackende Hilfe der SPD und ist dankbar für die Entschärfung der Situation.

Doch wie bekannt, kann die SPD in Marl sehr hartnäckig sein, „ auch wenn wir jetzt helfend einspringen, werden wir den Konzern Bahn AG mit der Rechnung, die wir jetzt beglichen haben, konfrontieren!“