Friedhofsgebühren steigen

Die gestellten Fragen sind richtig: Warum steigen die Gebühren in dem beschlossen Umfang? Warum können es andere kostengünstiger? Wir können die Bürger und Bürgerinnen in Marl nur auffordern, sich mit ihrer Kritik an die aktuell zuständige Fachfrau, die Bürgermeisterin der Stadt Marl, zu wenden.

Die Verwaltung hatte den Fraktionen eine Kostensteigerung für die Urnenbestattungen von ca. 160 % vorgeschlagen. Die SPD–Fraktion hat sich sehr intensiv mit der Gebührengestaltung beschäftigt und in Rückmeldungen an die Verwaltung sowie in den Fachausschüssen deutlich signalisiert, dass eine Gebührensteigerung in diesem Umfang von der SPD-Fraktion nicht mitgetragen wird.

Die Bewirtschaftung der Grabflächen und Friedhöfe muss kostendeckend gewährleistet werden. Leider ist dies in den letzten zwei Jahren nicht gelungen, sondern ein Defizit von 170 000,- € aufgelaufen. Dieses muss entsprechend des Kommunalabgabengesetzes für das Land NRW spätestens nach drei Jahren ausgeglichen werden. Deshalb ist eine Gebührenerhöhung zurzeit unausweichlich. Die SPD-Fraktion hat demzufolge dem Vorschlag mit der Faust in der Tasche zugestimmt, die Gebühren unter anderem bei den Urnenbestattungen um ca. 90 % zu erhöhen. Wir sehen aber unbedingt Handlungsbedarf, die Kostenstruktur der Bewirtschaftung der Friedhöfe zu überprüfen, Verbesserungen und Optimierungen zu etablieren, um die Gebühren stabil zu halten oder zu senken. Überschüsse, mit denen Dezernenten finanziert werden könnten, werden hier nicht erzielt.

Leider wird aktuell jede Gelegenheit genutzt, um unsachlich zu argumentieren. Auch die katholische Kirche schließt Kirchen und Einrichtungen („Jugendheim Kolping“) und die Anzahl der Bischöfe bleibt gleich.