Bahn boykottiert AG 60plus aus Marl

„Aus Überzeugung wollten wir den Öffentlichen Personen-Nahverkehr wählen, aber diese Entscheidung wurde uns zum Verhängnis“, ärgert sich der Vorsitzende der AG60plus der SPD, Willi Kuprat, über seine Erfahrungen mit der Bahn.
Eigentlich beabsichtigten 10 Mitglieder der AG60plus am Zukunftskonvent NRWSPD in Oberhausen teilzunehmen, um an der Diskussion um die Ziele der künftigen Landespolitik mitzuwirken. Zu allen Politikbereichen hat sich die SPD in Nordrhein-Westfalen ein Arbeitsprogramm verordnet, welches Antworten liefern wird auf die zentralen Herausforderungen des Landes und seiner Menschen.

Um nach Oberhausen zu gelangen haben sich die Genossen aus Marl am Bahnhof Marl Mitte um 7. 30 Uhr eingefunden und trauten gemeinsam mit 20 weiteren „gestrandeten“ Fahrgästen ihren Ohren nicht, als die Durchsage vermeldete, es komme kein Zug. „Es wurde nicht gesagt, er kommt später“, wundert sich Kuprat immer noch, „sondern es war zu hören, dass überhaupt kein Zug kommt!“

Nach großem Verdruss entschied man sich schnell nach Recklinghausen zum Bahnhof zu eilen. Doch als sie den Bahnsteig in Recklinghausen erreichten, hörten sie, dass der Zug mindestens 20 Minuten Verspätung haben wird und der nötige Anschlusszug somit unerreichbar wurde.

„Bei aller Bedeutung der AG60plus aus Marl“, so Kuprat mit einem Augenzwinkern, „so wartet die Landespartei ganz sicher nicht 2 Stunden auf uns bis wir kommen!“ Deshalb kehrten sie unverrichteter Dinge nach Marl zurück.

Umgehend hat die AG60plus den SPD Stadtverbandsvorsitzenden Peter Wenzel ein-geschaltet, damit der gegenüber der Bahn die unhaltbaren Zustände zur Sprache bringt. „Dich kennen die da schon besser“, meint Kuprat zu Wenzel und spielt auf die unablässigen Auseinandersetzungen des Stadtverbandsvorsitzenden mit der Bahn an.

„Und vergiss nicht die Bürgermeisterin anzuschreiben“, so Kuprat „sie muss sich auch mal dafür einsetzen, dass wir in Marl von der Bahn nicht abgehängt werden.“