Bahnhof Sinsen: Geländer bleibt – Absperrung kommt

„Die Verärgerung um das Geländer auf dem Gehsteig gegenüber dem Bahnhof in Sinsen ist geklärt. Das Geländer bleibt.“ Der SPD Ortsverein Sinsen/Lenkerbeck verweist in einer Stellungnahme auf den Beschluss der städtischen Arbeitsgruppe für Verkehrssicherheit. „Und den werden wir verteidigen“, so der stellvertretende Vorsitzende Lutz Schindler. Gleichzeitig dankt der SPD Ortsverein dem verkehrspolitischen Sprecher der SPD Josef Heinen für seinen Einsatz.

Für Aufregung hatte jüngst die Ankündigung gesorgt, das Geländer würde abgerissen, damit Fahrradfahrer, die mit der Bahn weiterfahren, es nicht mehr zum Anketten ihrer Räder benutzen könnten. „Mutmaßungen, Fahrradfahrer sollten dadurch zur Nutzung der neuen Fahrradstation am Bahnhof getrieben werden, sind abgewendet“, so die SPD. Vor Jahren, als hier noch die Poststelle Sinsen war, wurde das Geländer aufgebaut, um zu verhindern, dass Autos in sicherheitsgefährdender Weise auf dem Gehsteig unmittelbar an der Bahnunterführung abgestellt werden. Diese Funktion hat es auch heute noch.

„Trotzdem bedauerlich“, findet es Lutz Schindler, „dass immer noch Fahrradfahrer ihre Räder der Gefahr von Diebstahl und Beschädigungen aussetzen und nicht für 7 Euro im Monat in der Fahrradstation sicher parken.“ Dafür sei sie ja gerade gebaut worden.

Als „erfreulich“ bewertet der Ortsverein die Antwort der Rebeq auf die Frage des Ortsvereines selbst, dass ab sofort auch kleine Motorroller und Mofas in der Fahrradstation abgestellt werden dürfen. Entsprechende Anfragen hatte es in den letzten Wochen wiederholt gegeben.

Die beabsichtigte Erweiterung des PKW-Parkplatzes an der Gräwenkolkstraße in Richtung auf eine größere Nähe zum Bahnhof zur Entlastung der Anwohner im Bahnhofsumfeld vor Dauerparkern vor ihrer Haustür werde weiterhin verfolgt. „Leider ist heutzutage alles sehr zähflüssig, vor allem wenn es um die Bahn geht. Aber die Bemühungen seitens der Stadt laufen weiterhin,“ so die Sozialdemokraten.

Einen kleinen Erfolg kann die SPD Sinsen-Lenkerbeck durch ihr nachhaltiges Drängen gegenüber der Bahn aber melden, denn der äußerst gefährliche Trampelpfand zur Abkürzung über die Gleise am Sinsener Bahnhof ist nun durch eine provisorische Absperrung unterbrochen, bis ein Dornengebüsch langfristig für Abhilfe Sorgen soll. „Es ist bedauerlich“, so Peter Wenzel, „dass wir immer erst so viel Druck entwickeln müssen, damit überhaupt etwas passiert! Gerade wenn es um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und vor allem der Kinder geht, darf keine Zeit verschenkt werden!“