Stellungnahme des Ortsvereins Marl-Brassert

Zur Reaktion der Willy-Brandt-Gesamtschule – „Gesamtschule ist kein Notnagel“ – nimmt der SPD Ortsverein Marl-Brassert wie folgt Stellung:

Aus der „Pisa-Diskussion“ nichts gelernt, könnte man schlicht interpretieren. Die SPD in Brassert wundert sich über die angebliche Abgrenzungsdiskussion des Lehrerkollegiums an der Gesamtschule in Marl-Mitte aus pädagogischen Gründen. Wir sind immer davon ausgegangen, dass die Gesamtschule keine zweite gymnasiale Sekundarstufe 1 sein soll und sich durch Durchlässigkeit und individuelle Förderung auszeichnet.

Die SPD hat zumindest für sich aus der Bildungsdiskussion verstanden, dass integrative Systeme und somit Schulen Kinder und auch sogenannte Eliten effektiver und sinnvoller ausbilden und fördern als selektive. Jedes Kind und jeder Jugendliche muss entsprechend seiner Begabungen gefördert werden. Auf die individuellen Fähigkeiten eines Kindes kann in einer integrativen und durchlässigen Schulform wesentlich besser und rechtzeitiger reagiert werden.

Leider führt die rückläufige Kinderzahl in Marl und insbesondere in Brassert dazu, dass der Standort als Hauptschule nicht weitergeführt werden kann und sollte. Zusätzlich haben sich Eltern und Schüler in den letzten Jahren zunehmend gegen die Hauptschule entschieden. Auch aus schulorganisatorischen und –rechtlichen Gründen ist es nicht mehr möglich, die Hauptschule an der Goethestraße weiter zu führen. Diese Entscheidung hat die SPD in Brassert akzeptiert.

Wir setzen uns aber gerade deshalb für eine so weit wie möglich wohnortnahe Beschulung auch in der Sekundarstufe 1 ein. Bei 110 bis 130 jungen Brassertern in der Willy-Brandt-Gesamtschule ist es eher gewährleistet und wahrscheinlich, dass weitere andere Kinder und Jugendliche aus unserem Stadtteil ihre sozialen Kontakte nicht verlieren. Und sie können auch noch selbständig zur Schule kommen.