„Zukunft ist mehr …!“

„Wir können, weil wir wollen, was mir müssen“, fordert frei nach Kant der SPD- Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel im Vorfeld des SPD Stadtparteitages am 6. November im Rathaus der Stadt Marl. „Rekordschuldenstand, marode öffentliche Infrastruktur, eine selbstverschuldet handlungsunfähige Bürgermeisterin, enttäuschte und frustrierte Verwaltungsmitarbeiter/innen“, so oder ähnlich beschreiben nach Auffassung des Stadtverbandsvorsitzenden der Marler SPD manche Menschen in unserer Stadt die Ist–Situation.

Die Zukunft, so scheint es im Augenblick, gehört der Angst und nicht der Hoffnung. „Doch Zukunft ist mehr,“ betont Wenzel, „und diese unsere Hoffnung, die wir nicht aufgeben, gilt zurzeit als Verharmlosung des Problems in Marl. Sorge als des Bürgers erste Pflicht? Nicht mit uns, der SPD!“

Tatsächlich sei die Situation aber sehr ernst, so Wenzel, denn z.B. „zahlen wir heute jährlich ungefähr soviel Schuldzinsen, wie wir 1991 überhaupt an Gesamtschulden aufgewiesen haben!“

Die SPD werde die vor ihr stehenden Aufgaben bewältigen, „weil wir die Träume unserer Eltern im Herzen und die Zukunft unserer Kinder im Kopf haben.“ Deshalb ist es nach Auffassung des Stadtverbandsvorstandes Zeit, Klartext zu reden und in einem Parteitag als Auftakt die Parteibasis noch stärker als bisher einzubinden.

„Wir brauchen den Mut zur Wahrheit und den Willen, dem Bürger Einsparungen zuzumuten, um Bewährtes zu erhalten und neue Gestaltungsmöglichkeiten zu erringen“, so Michael Groß.

Der SPD Fraktionsvorsitzende Michael Groß wird mit einer Rede unter der Überschrift „Alles bleibt anders – Handlungsfähigkeit erhalten“ die Eckpunkte der Fraktionsschwerpunkte darlegen.

Zu Beginn des Parteitages wird allerdings zunächst dem verstorbenen Genossen Albert Kopecky gedacht. Der langjährige ehemalige SPD Fraktionsvorsitzende Günter Cyrus hat gerne die Aufgabe übernommen, für diesen leidenschaftlichen Kommunalpolitiker und Wegbegleiter, der nahezu 50 Jahre kommunalpolitisch in Marl gewirkt hat, Erinnerungen vorzutragen.