Was ist, wenn Kinder auf den Gleisen spielen?

"Hecke, Mauer oder Zaun, uns ist die Lösung gleich – nur schnell muss sie kommen", betont der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Peter Wenzel mit großer Sorge. – Anlass der Sorge ist das Fehlen einer Einfriedung des Bahnhofs Marl-Sinsen gleich hinter der Fahrradstation. Alarmiert durch Bürger haben Fachleute der SPD vor Ort sofort die Situation in Augenschein genommen.

Die sehr alte und seit Jahrzehnten aus Sicherheitsgründen nicht mehr benutzte Rampe, die auf den Gleiskörper des Bahnhofs führt, war bisher durch Zaun und Tor gesichert. Im Zuge des Baus der Fahrradstation wurde dieser Zaun aufgegeben und von der Bahn AG nicht mehr oder noch nicht instand gesetzt.

"Nun hat sich schon direkt zum Bahnhof ein Trampelpfad gebildet", stellt der stellvertretende SPD Fraktionsvorsitzende Lothar Zimmermann fest, "und der Trampelpfad weist direkt über die Gleise."
"Kaum auszudenken, wenn hier spielende Kinder zu Schaden kommen! Die Bahn trägt die Verantwortung ", so Lutz Schindler und Marianne Exner vom SPD Ortsverein Sinsen-Lenkerbeck. Die fehlende Einfriedung des Bahndamms zur notwendigen Sicherung wird als eine Gefahr insbesondere für spielende Kinder gesehen. Auch wenn das Gelände widerrechtlich betreten würde, so könne die Bahn hier nicht untätig bleiben.

Wie die Bahn AG ihren Bahnhof gegen unbefugtes Betreten sichert, sei ihr selbst überlassen, bringt es der verkehrspolitische Sprecher der SPD Marl, Josef Heinen, auf den Punkt, "nur tun muss sie es!"

Eine Einfriedung soll entsprechend der SPD Forderung verhindern, dass Kinder auf die Bahngleise gelangen. Durch die Bauweise soll ein Übersteigen von vornherein unmöglich gemacht werden. Das kann mit glatten Oberflächen wie bei Mauern oder mit engmaschigen Zäunen geschehen, die keinen Halt beim Überklettern bieten.

"Wir wenden uns umgehend an die Bahn AG, damit die längst überfällige Sicherung erfolgt", kündigt Wenzel an. "Vielleicht kann die Stadt ja kurzfristig einen Bauzaun oder Warnhinweise aufstellen", so die Genossinnen und Genossen. "Man kann doch nicht auf den ersten Gleisspringer warten, der zu Schaden kommt, bevor etwas geschieht!"