Nahverkehrsplan wird auch im Nonnenbusch diskutiert

„Die Anwohner im Nonnenbusch hoffen auf eine bessere Busverbindung. Nach wie vor.“ Dies machte jetzt Gerd Kubiak, Anwohnervertreter im Nonnenbusch, bei einem Ortstermin gegenüber den SPD-Kreistagsmitgliedern Doris Schindler (Sinsen-Lenkerbeck) und Harald Nübel (Waldsiedlung, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Kreistag) deutlich.

Im zeitlichen Vorfeld zu den Beratungen des neuen Nahverkehrsplans für den Kreis Recklinghausen trafen sich die Sozialdemokraten mit dem Vertreter der Anwohner, die sich mit einer Unterschriftenliste zu Wort gemeldet hatten. Dabei geht es um die Einrichtung einer Bushaltestelle im Nonnenbusch für die Busverbindung Sinsen Bf – Marl-Mitte. „Dafür besteht ein dringender Bedarf“, so Kubiak, „nicht nur für viele ältere Mitbürger.“

Als „positives Signal“ sieht Doris Schindler, dass der neue Nahverkehrsplan, der jetzt in den Gremien des Kreises, aber auch der Städte, beraten wird, unter der Überschrift „Handlungsfelder“ ausdrücklich die „Prüfung einer Erschließung für das Wohngebiet Nonnenbusch“ vorsieht. „Mit Blick darauf, dass sechs Linien in der Verbindung Sinsen Bf – Marl-Mitte verkehren“, ergänzt Harald Nübel, „muss sich doch etwas machen lassen. Immerhin gehört der Bereich Nonnenbusch mit gezählten 570 Aus- bzw. Einstiegen pro Tag mit zu den 10 am stärksten frequentierten Haltepunkten in Marl. Gerade hier im Bereich Sinsen und Lenkerbeck soll durch bessere zeitliche und organisatorische Abstimmung der Busverkehr einerseits sparsamer erfolgen, andererseits ein gutes Busangebot geschaffen werden. Das soll zum Beispiel zu einem verlässlichen 15-Minuten-Takt auf dieser Strecke führen“.

Schindler und Nübel begrüßen, dass auch eine Anbindung des Gewerbegebietes Zechenstraße (Brassert) geprüft wird. „Ein Taxi-Bus erscheint uns allerdings nicht hinreichend.“ Als sehr problematisch sehen die Sozialdemokraten an, dass nach dem aktuell vorliegenden Entwurf des neuen Nahverkehrsplans die Waldsiedlung in Hamm über die Linie 225 keine Direktverbindung nach Marl-Mitte mehr hätte, sondern ein Umstieg an der Römerstraße (Hüls) notwendig wäre, weil von dort die Linie 225 über Sinsen nach Recklinghausen weiterfahren würde. Nübel:„Hier muss noch einmal neu nachgedacht werden.“