Die Zukunft lernt im Ortverein

Klaus-Jürgen Baumers

Gleich drei Sozialdemokraten aus Marl sind aufgerufen, einer Einladung für den am 14. Mai 2006 in Berlin stattfindenden außerordentlichen Bundesparteitag der SPD zu folgen. Nach dem gesundheitsbedingten Rückzug von Matthias Platzeck vom Parteivorsitz soll dort auf Vorschlag des Präsidiums, Kurt Beck zum neuen Parteivorsitzenden gewählt werden.

Neben der offiziellen Delegierten für die SPD Marl, der stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Doris Schindler, sind zusätzlich der neue SPD-Ortsvereinsvorsitzende Klaus Jürgen-Baumers sowie der Unterbezirksvorsitzende der AG 60plus, Willi Kuprat, nach Berlin eingeladen. Die Bundespartei will hiermit ein Zeichen setzen, indem sie beispielhaft Klaus-Jürgen Baumers und andere neue Ortsvereinsvorsitzende, die erst jüngst in die verantwortungsvolle Funktion eines Ortsvereinsvorsitzenden gewählt wurden, hervorhebt. „Der Ortsverein ist Fundament und Kernstück der Parteiarbeit“, wird mit der Nachricht aus Berlin betont. Schließlich könnte „die Bedeutung für die politische Sozialisation, die Teilhabe an unserer Demokratie und die Gestaltung von Politik nicht hoch genug eingeschätzt“ werden.

Für den neuen Stadtverbandsvorsitzenden Peter Wenzel ist diese Orientierung eine Bestätigung der bisherigen Arbeit der Marler SPD: „Uns in Marl ist schon lange die Bedeutung einer gesunden Ortsvereinsarbeit bewusst, denn die Zukunft – nicht nur für die Partei – wächst und lernt im Ortsverein!“

Als Vorsitzender der SPD-Arbeitsgruppe „Mitgliederpartei“ hat Kurt Beck weit reichende Vorschläge zur Weiterentwicklung der SPD unterbreitet, in denen insbesondere die Bedeutung der Ortsvereine und des ehrenamtlichen Engagements für die Demokratie und die Partei herausgestellt werden.

Für Doris Schindler, die als einzige aus Marl mit Stimmrecht anreist, ist der Wunsch der Marler SPD auch selbst ein Anliegen: „Ich finde Kurt Beck gut, der hat unsere Stimme verdient!“