Alles im Einklang

"Wir wollen eine Stadt, in der man gerne lebt!" Diese Überschrift über einem vierseitigen Leitantrag zur Stadtverbandskonferenz am Freitagabend fand keinen Widerspruch. Diskussionslos (und nur durch eine knappe Erweiterung ergänzt) stimmten ihm die Delegierten zu.

Sie fanden sich ohnehin im Einklang mit ihrer Führungsspitze. Weder zur Kassenlage (zufriedenstellend) noch zum Bericht des scheidenden Vorsitzenden Michael Groß gab es Anmerkungen. Der ging auf die politische Großwetterlage vor der Bundestagswahl ein und auf die (trotzdem) guten Ergebnisse für die SPD in Marl. Noch einmal betonte Groß die Wichtigkeit einer engen, konstruktiven Zusammenarbeit mit dem DGB und der IGBCE, ohne diese Wurzeln bleibe man nicht mehrheitsfähig.

Wir leben in einer Stadt der Kultur und in einer Stadt der Industrie, so Groß. Man müsse sich auf seine Stärken besinnen, zum Beispiel bei der Industrie nun auf die Forschung. Man könne diese Industrie nicht abbauen. "Wer sie morgen ersetzen will, macht der Region etwas vor." Für Marls Finanzen seien "konstruktive und schnelle Lösungen" nötig. Nur alles "kleiner" machen, sei allerdings nicht der richtige Weg. "So einfach geht das nicht."

Hinter dem neuen Vorsitzenden Peter Wenzel (die WAZ berichtete) gab es eine ganze Reihe von Veränderungen. Von den früheren stellvertretenden Vorsitzenden blieben nur Doris Schindler und Josef Heinen über (die anderen verzichteten). Werner Arndt (bisher Schriftführer) rückte auf, völlig neu ist Sabrina Tyburski (25), die bei der Kommunalwahl nur ganz knapp den Einzug in den Rat geschafft hatte. Wegen der Frauen-Quote war ihr Einzug in den Stadtverbandsvorstand von vorn herein sicher. Thorsten Schwärtzke fand auch hier, wie schon bei der Abstimmung um den Vorsitz, nicht genügend Stimmen. Ihm bleibt in der SPD-Politik derzeit lediglich die Aufgabe des sachkundigen Bürgers im Immobilienausschuss.

Weitere Vorstandsmitglieder: Schriftführer Klaus-Jürgen Baumers, (2. Monika Schuster), Kassierer Lothar Schubert (2. Heinz Georg Bußmann), Werbeobmann Willi Kuprat (Stellv. Sascha Döllmann, Karl-Heinz Dresselhaus, Paul-Dieter Günther, Susanne-Esther Krenz), Fort- und Weiterbildung Josef Somogyi, Beauftragte für Kontakte Ingrid Heinen. Unsicherheit herrscht noch um den Juso-Vertreter Daniel Rabe, weil der bei seiner Wahl (bei den Jusos) noch nicht in Marl wohnte.