Mieter: „Neuer Eigentümer läßt Siedlung verkommen!“

Stinksauer sind viele Mieter der Dormagener Straße in Drewer. Dies wurde deutlich im Rahmen einer Mieterversammlung, zu der der SPD-Ortsverein Drewer-Nord eingeladen hatte. Über 50 verärgerte Anwohner konnte SPD-Vorsitzender Werner Arndt im rappelvollen Vereinsheim des VfL Drewer begrüßen.

Als sachkundige Gesprächspartner konnte er den Mieteranwalt Martin Röper, den Vorsitzenden des Mieterschutzvereines Alfred Giebert sowie Gabi Hawig als zuständige SPD-Ratsfrau begrüßen.
Seit dem Eigentümerwechsel der Wohnungen gibt es viel Unzufriedenheit der Mieter. Die Häuser gehören nun zur Promontoria Holding aus den Niederlanden. Dabei sind die Gründe für die Verdrossenheit sehr vielfältig, die Mängelliste lang: Unter anderem werden die mangelnde Pflege im Grünbereich, der allgemeine Renovierungsstau in den Häusern, kaputte Balkone, fragwürdige Betriebskostenabrechnungen und der schlechte Mieterservice der Wohnungsverwaltung beklagt. Mehrfach haben sich Mieter an die zuständige Kundenbetreuung gewandt – ohne Erfolg. Immer wieder werden Mietern Sanierungen und Reparaturen zusagt, letztlich aber nicht durchgeführt.
Sprichwörtlich das Fass zum überlaufen brachte die in 2006 erfolgte Mieterhöhung und die neue Hausordnung.

Dabei wohnen die meisten Anwohner gerne in der Siedlung, einige schon seit vielen Jahren. Ralf Kuprat, Familienvater und einer der Beschwerdeführer, schätzt den kurzen Weg zum Arbeitsplatz im Chemiepark, die nahe Grundschule und den grünen Charakter der Siedlung.

Im Rahmen der Versammlung beantworteten die beiden Vertreter des Mieterschutzvereins zahlreiche allgemeine Fragen. Wichtigster Rat dabei: „Unterschreiben sie ungeprüft keinen neuen Mietvertrag!“ Einige Mieter der Dormagener Straße erklärten sich bereit, sich mit Ihren Mietverträgen und Nebenkostenabrechnungen direkt an den Mieterschutzverein zu wenden, um beispielhaft die allgemeinen Probleme rechtlich untersuchen zu lassen.

Organisiert und unterstützt wird diese Aktion von der SPD Drewer Nord. Die SPD wird auch dafür sorgen, dass die Mieter über die Ergebnisse der konkreten Untersuchungen informiert werden. Ansprechpartner vor Ort ist Ralf Kuprat (Dormagener Straße 28) sowie Gabi Hawig (Telefon 34730).

Anschließend solle auf der Grundlage dieser Untersuchungen, so die Anregung der SPD-Ratsfrau Gabi Hawig, ein Treffen mit dem Wohnungseigentümer stattfinden. Grundsätzlich, so OV-Vorsitzender Werner Arndt, wolle man eine außergerichtliche Klärung für die Mieter herbeiführen.