Suchrätsel: Kindergärten nach Alt-Marl und das Rathaus nach Sinsen?

„Wie man’s macht, ist es falsch. Macht man es aber falsch, ist es auch nicht richtig,“ resümieren Peter Wenzel und Lutz Schindler vom SPD Ortsverein Sinsen Lenkerbeck die Beharrlichkeit der Stadtverwaltung, einen Fehler nicht zu beheben, auf den die Genossen öffentlichkeitswirksam bereits im September 2006 aufmerksam gemacht hat-ten.

Anlass der damaligen Verwunderung der SPD Sinsen-Lenkerbeck war der Hinweis von Kindergarteneltern, die den eigentlich sehr fortschrittlichen Service der Stadt Marl nutzten, indem sie auf der Homepage der Stadt nach den Kindergärten des Stadtteils suchten. Dort können nämlich Familien ihren Stadtteil eingeben und sofort werden ihnen dann die in ihrer Umgebung befindlichen Einrichtungen angezeigt, nebst Adresse und Telefonnummer.

„Doch so sollte es eben nur sein“, weiß Schindler zu berichten, „die Idee ist super, doch die Realisierung kann noch Nachbesserungen vertragen!“
Denn die städtische Kindertagesstätte am Münchsweg sucht man vergebens in Sinsen, die soll gemäß der städtischen Hilfe tatsächlich in Alt-Marl liegen. Offensichtlich ist dies aber nicht der einzige Fehler in der Suchfunktion, denn z.B. wird die Tagesstätte am Merkelheider Weg, tatsächlich im Stadtteil Hamm gelegen, auch nach Alt–Marl verlegt.

Weitere Merkwürdigkeiten sollen in den Tiefen des kommunalen Internet-Angebotes nach Aussage des Ortsvereins verborgen sein. Nun gäbe es aus Sicht des SPD Ortsvereinsvorsitzenden Peter Wenzel zwei Möglichkeiten, das Problem zu beheben: entweder könnte die Datei korrigiert werden oder Alt-Marl, schnell und gut, einfach dem Stadtteil Sinsen zugeordnet werden. „Platz für ein Rathaus hätten wir in Sinsen sicher auch.“

„Doch die Stadtverwaltung,“ so Schindler und Wenzel, „reagiert unter dem Motto, was heute nicht richtig ist, kann morgen schon ganz falsch oder wieder zutreffend sein! Wir ändern nichts!“ Denn korrigiert wurde der Fehler bis heute nicht!

„Vielleicht soll es aber auch ein Suchrätsel für Familien sein“, vermuten die Genossen augenzwinkernd, „mit z.B. einem Abendessen mit der Bürgermeisterin als Hauptpreis! Im welchen Lokal sie sitzt, muss aber ebenfalls erraten werden!“