Maschinenhalle muss Museum werden

„Der Bergbau wandert nach Norden, aber dessen Geschichte gehört Marl“, kommentiert der SPD Fraktionsvorsitzende Michael Groß die Ankündigung, dass Schacht 1 / 2 von Auguste Viktoria zugeschüttet wird. „Wir freuen uns, dass die Fördertürme bereits unter Denkmalschutz stehen und somit Marl erhalten bleiben,“ erläutert Manfred Degen, „doch darüber hinaus ist unseres Erachtens zumindest auch die eindrucksvolle Maschinenhalle erhaltenswert!“

„Über 100 Jahre lang war und ist der Bergbau die Grundlage für die Einkommen vieler Familien und für die gedeihliche Entwicklung von Hüls, “ so Groß, „ wir müssen sicherstellen, dass die Geschichte nicht verloren geht!“ Schließlich handele es sich hier um eine Regionalgeschichte, deren Spuren mit der Schließung der Gruben schnell verschwinde.

Die SPD kann sich an dieser Stelle übertägige Ausstellungen und ein originalgetreues Anschauungsbergwerk in Form eines Museumsgeländes vorstellen. „Wir müssen den nachfolgenden Generationen Einblicke in die Welt des Bergbaus vermitteln“, betont Manfred Degen, „schließlich wurde auch der Menschenschlag der Region 150 Jahre von Kohle und Stahl geprägt und das Leben seiner Menschen bestimmt!“ „Zusätzlich könnte das Fördergerüst einen phantastischen Blick über Marl bieten, “ schwärmt Michael Groß.

Nach Auffassung von Groß hat gerade Marl die Chance den aktiven Bergbau mit seiner Geschichte darzustellen. Auguste Viktoria sollte mehr organisierte Grubenfahrten anbieten, für die es sicher ein großes Interesse in der Bevölkerung gibt. „Schließlich soll uns der aktive Bergbau auch in Zukunft erhalten bleiben“, so Degen und Groß. Die Genossen würden es begrüßen, wenn mit innovativen Konzepten die geschichtsträchtige Industrieanlage in ein Kultobjekt verwandelt würde, in denen nicht nur die spannende Geschichte von Kohle und Stahl lebendig wird, sondern auch Kunst, Spaß und Aktion angesagt sind.

Hier könnte sich ein Verein zu einer Bürgerbewegung entwickeln und Menschen, die dem Bergbau verbunden sind, die Gelegenheit bieten ihr Wissen einzubringen. Neben Schachtmodellen, Werkzeugen, Grubenlampen und Bergkitteln sollten zahlreiche Fotos und persönliche Dokumente zur Veranschaulichung ausgestellt werden können. Auch das Grubenrettungs- und bergmännische Vermessungswesen werden als sehr interessant angesehen. Das Museum könnte einen repräsentativen Querschnitt aller bergmännischen Techniken zeigen. „ Vielen Menschen ist nicht mehr bewusst, wie mühsam unsere Vorfahren früher Kohle in Handarbeit abgebaut haben und welche geradezu revolutionären Wandlungen sich im technischen Bereich ergeben haben“, sagt Groß.
Interessenten können gerne Kontakt mit der SPD aufnehmen.