Zuständigkeit des Ausschusses für Jugend, Kinder und Familie beachten

Peter Wenzel

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie fordert in einem Brief an die Bürgermeisterin erneut die Beachtung der Zuständigkeiten ein:

"Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin,
Politikerinnen und Politiker werden nach ihrer Standfestigkeit beurteilt, leider beharren
sie deshalb manchmal auf ihren Irrtümern.
Nicht zum ersten Mal weise ich auf die Zuständigkeit des Ausschusses für Kinder,
Jugend und Familie hin und muss doch wieder erkennen, dass sich das als verstanden
Zugesagte verflüchtigt hat.

Es gibt schon wieder zwei Anlässe, die mich
als Ausschussvorsitzenden zur Annoncierung einer Unzufriedenheit verpflichten. Ich beschränke mich hier auf die aktuelle Einladung zur Präsentation des Handbuches zur Qualitätsentwicklung der städtischen Tageseinrichtungen für Kinder,
die einen Tag nach der Ausschusssitzung stattfinden soll. Allein die Terminierung
ist schon ein Affront gegenüber dem Ausschuss.
Dem Einladungsschreiben ist zu entnehmen, dass Sie selbst in das Thema einführen werden und somit tragen Sie für mich auch die Verantwortung für diese Veranstaltung. Weiter ist dem Schreiben zu entnehmen, dass Leitsätze so formuliert
worden sind, dass sie Qualitätsstandards setzen. Wer ist für die Setzung von Standards zuständig?
Kundige wissen, dass im Rahmen des Qualitätsmanagement die Verabschiedung eines Qualitätshandbuchs der Führung obliegt, die in diesem Fall eindeutig im Rahmen des zweigliedrigen Jugendamtes auch in die Verantwortung des Ausschusses gehört.

An einer friedvollen, nicht wissenden Koexistenz darf ich nicht interessiert sein.

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, als Vorsitzender des Ausschusses für Kinder,
Jugend und Familie fühle ich mich verpflichtet, den Anspruch und die Wertigkeit des Ausschusses einzufordern. Ich versichere Ihnen, dabei nicht müde zu werden, gemeinsam mit dem Ausschuss selbst Sorge dafür zu tragen, dass die Kinder- und Jugendhilfe in Marl den Einfluss erhält, den ihr das Kinder- und Jugendhilfegesetz gewährt. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!

Die kontinuierliche Ignoranz meines schlichten Anliegens ist mir unverständlich! Unter diesen Umständen kann ich an Ihrer Veranstaltung nicht teilnehmen. Vor einer Präsentation des Handbuches muss sich der Jugendhilfeausschuss mit dem
Entwurf befassen und notwendige Verbesserungen beschließen.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Wenzel"