Übergewicht und die Konsequenzen für den Einzelnen

Ein ganz besonderes Thema greift der SPD Stadtverband Marl mit einer mutigen Veranstaltung mit dem Titel auf: Übergewicht und die Konsequenzen für den Einzelnen. Dabei ist gleichzeitig ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung die gesundheitspolitische Herausforderung für die Zukunft.

Dr. Christoph Schay, mit Hausarztpraxis in Sinsen, wird das anschließende Fachgespräch mit einer Einführung aus ärztlicher Sicht eröffnen. Das Podium wird Herr Dr. Rolf Steidel, mit Hausarztpraxis in Lenkerbeck, fachkundig moderieren mit folgenden Experten: Dr. H.G. Ley (Diabetologe), Waltraud Lehn (MdB), und Michael Groß (SPD Fraktionsvorsitzender). Herr Brüggemann (AOK), Herr Seifert (DAK Marl) und Herr Nowiensky (Barmer EK Marl) vertreten auf dem Podium die Sicht der Krankenkassen.

Immer mehr Menschen sind übergewichtig. Nach Berechnung der WHO werden im Jahre 2040 50% der Bevölkerung mit dem Thema Fettsucht zu kämpfen haben. Die Konsequenzen für den Einzelnen sind ein erhöhtes Risiko frühzeitig an Herzkreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt zu erkranken. Mit steigendem Gewicht erhöht sich das Risiko der Entwicklung einer Zuckerkrankheit. Schon heutzuta-ge nimmt die Zahl der Kinder und Jugendlichen kontinuierlich zu, die einen Alterszucker entwickeln. Weitere Folgen durch das Übergewicht sind chronische Gelenkbeschwerden durch die Überbeanspruchung der Gelenke, Atemnot unter körperlicher Belastung treten oftmals auf. Als gesundheitspolitische Herausforderung der Zukunft werden das Übergewicht und die Fettsucht zunehmend in den Fokus der Gesundheitspolitik rücken, da sich die Gesundheitsausgaben zur Behandlung der Folgeerkrankungen nach vorläufigen Schätzungen auf 40 Milliarden Euro im Jahre 2010 verdoppeln werden. Um der Kostenexplosion zu begegnen, bedarf es einer neuen Konzeption für die Prävention des Übergewichtes und neue Behandlungsstrategien in der Behandlung der Folgeerkrankungen. Politische Interventionen auf kommunaler und überregionaler Ebene sind dringend notwendig um langfristig erfolgreich zu sein. Erst eine Vernetzung und Integration verschiedener Ansätze kann hilfreich sein, um den Folgen des Übergewichtes für den Einzelnen, aber auch für die Gesellschaft sinnvoll zu begegnen.

Interessierte Bürger/innen und Betroffene, aber auch Fachleute sind herzlich eingeladen dieses Sinsener Symposium im Gemeindesaal der Kreuzkirche, an der Goldregenstraße, am Donnerstag den 2.3. 2006, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, zu besuchen.