SPD fordert Sondersitzung des Krankenhaussausschusses

„In Ermangelung von Tagesordnungspunkten wird die Krankenhaussausschusssitzung abgesagt“, ärgert sich die stellvertretende Vorsitzende des Krankenhausausschusses Anette Langmann, „und dann erfahren wir aus der Zeitung von einer Aufforderung zu Sonderopfern der Beschäftigten des Krankenhauses.

Anlass der Verärgerung ist, dass erst über die Berichterstattung durch die Lokalpresse die Krankenhausausschussmitglieder der SPD Kenntnis darüber erhalten haben, dass der Kämmerer und Vorsitzende der Klinik-Betriebsleitung, Joachim Hasselmann, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paracelsus Klinik praktisch zum Lohnverzicht in Bezug auf die Einmalzahlung sowie das Weihnachtsgeld aufgefordert hat.

„Ich erachte es als einen unglaublichen Vorgang,“ kritisiert der SPD Fraktionsvorsitzende Michael Groß, „dergleichen Forderungen an das Krankenhauspersonal zu richten, ohne den Ausschuss, aber auch die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertreten Parteien, vorher in Kenntnis zu setzen!“

„Hört man in der freien Wirtschaft vom freiwilligen Lohnverzicht“, so Annette Langmann, „vermutet die Öffentlichkeit viel mehr dahinter! Der Kämmerer schadet hier dem Ansehen der Klinik!“

„Zumindest als zweifelhaft muss ein Sozialdemokrat die öffentlichen Äußerungen des Personalrates bezeichnen, wenn er sich auf eine neutrale Position zurückzieht“, betont Groß. Ein dergleichen Amtsverständnis sei für ihn nicht nachvollziehbar.“ „Hier muss eine dramatische Finanzsituation eingetreten sein“, vermutet Langmann, „über die man uns anscheinend im Unklaren lässt.“

„Wenn dann noch mangels Tagesordnung die für den 23.02.2006 terminierte Krankenhausausschusssitzung auf den 30.03.2006 verlegt wird“, betont Langmann, „dann habe ich erst recht kein Verständnis für das Vorgehen!“ „Wir werden den Ausschussvorsitzenden umgehend zu einer Terminierung einer Sondersitzung des Ausschusses auffordern, “ so Groß, „damit der Betriebsleiter Hasselmann zu seinem Vorgehen Rechenschaft ablegen muss!“

„Wir stehen nach wie vor hinter der Belegschaft des Krankenhauses“, so Anette Langmann, „sie sind die Garanten für das Weiterbestehen des Krankenhauses.“ „Und wir wollen das Krankenhaus!“, so Groß entschieden.