Keine Aufgabe der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens in Sinsen

„Wir haben kein Verständnis für Überlegungen zur Aufgabe der Turnhalle und des Lehrschwimmbeckens an der Haardschule in Sinsen“, stellt der SPD Ortsverein Sinsen-Lenkerbeck im Vorfeld der Beratungen des Schulentwicklungsplanes im Schul-, Bildungs- und Kulturausschuss klar.

Anlass zur Sorge ist, dass im Rahmen des Schulentwicklungsplanes mit der Aufgabe der Haardschule und ihrer Integration in das Gebäude der benachbarten Johannesschule Lehrschwimmbecken und Turnhalle gleich mit zum Abriss freigegeben werden könnten. Konkrete Überlegungen dazu gibt es jedenfalls bereits.

Anstelle des Lehrschwimmbeckens an der Schulstraße würde dann das Lehrschwimmbecken mitten in der Haard am Standort der Westfälischen Klinik zu nutzen sein. Dort bestünde aber keine echte Anbindung an den ÖPNV, so dass Busse die Grundschüler fahren müssten. Auch z.B. das Seniorenschwimmen oder die Schwimmkurse von der DRLG für Kinder ab 5 Jahre müssten verlagert werden. „Diese Teilnehmer können zu Fuß oder per Fahrrad“, so der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Lutz Schindler, „das Schwimmbecken in der Haard doch gar nicht erreichen. Somit wären diese für die Bürgerschaft wichtigen Aktivitäten ebenfalls nicht zu halten.“

Anstelle der Turnhalle soll dann – so die Überlegung – eine nahe gelegene Tennishalle genutzt werden, was zusätzliche Investitionen zur Herrichtung erfordern würde, damit diese für Kinderturnen z.B. geeignet wäre. Dort würde allerdings neben anderen Aspekten auch stören, dass eine Gastronomie angrenzt.

„Bei einer Zusammenlegung von Grundschulen“, so der SPD Ortsvereinsvorsitzende Peter Wenzel, „sollte doch im Vordergrund stehen, dass im Ergebnis die Erreichbarkeit eines Lehrschwimmbeckens sowie einer Turnhalle vor allem den Anforderungen von Kindern entspricht.“

Durch die Zusammenlegung der Schulen und der dadurch möglichen privaten Bebauung auf dem Gelände der Haardschule würde bereits ein riesengroßer Einsparbeitrag für die städtischen Finanzen in Sinsen geleistet.

Die SPD aus Sinsen–Lenkerbeck appelliert deshalb eindringlich an den Fachausschuss, diese Überlegung ersatzlos aus dem Schulentwicklungsplan zu streichen.