Blindflug bei Kindergärten stoppen

Peter Wenzel

Angesichts der sich überschlagenden Meldungen von Gruppenschließungen, ohne dass eine Planung erkennbar sei, habe die Politik kaum eine Chance, zu reagieren, ärgert sich der Vorsitzende des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, Peter Wenzel.

In einem Antrag an den Fachausschuss fordert die SPD deshalb die Fortschreibung des Bedarfsplanes für Tageseinrichtungen für Kinder und ein Konzept für den Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren. Der Jugendhilfeplaner der Stadt soll dazu für die Sitzung einen beschlussfähigen Entwurf vorlegen.

In der Begründung bezieht sich Fraktionsvorsitzender Michael Groß auf die sich übereilenden Trägerentscheidungen. Bewährte Träger könnten ihr Angebot nicht mehr in vollem Umfang sicherstellen, während andere Träger neue Angebote für Kinder zukunftsweisend entwickeln. Die rasche demografische Entwicklung erfordere, dass sich die Politik zeitnah den Veränderungen stellen und Konzepte entwickeln müsse. Es könne nicht sein, dass in Ermangelung einer aktuellen Grundlage Träger auf der Basis eines Kindergartenbedarfsplanes aus dem Jahr 2004 beraten würden. Früher sei der Bedarfsplan jährlich fortgeschrieben worden. Auch anderswo sei das üblich.