Pendler parken alles zu!

„An jedem Tag das Gleiche“. Evita Pabst, Anwohnerin der Wallstraße am Bahnhof Sinsen ist es leid. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten hat sie jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet:
„Aktion Wallstraße–Parkplätze für die Anwohner!“ Mit der Bitte um Unterstützung hat sie sich außerdem an die SPD Sinsen/Lenkerbeck gewandt.

„Stellen Sie sich vor, jeden Tag, fast ständig, keine Parkmöglichkeit vor dem Haus, manchmal selbst in weiterer Umgebung nicht, ich krieg die Krise“, beschreibt Evita Pabst ihre Lage. Morgens kommen Pendler zum Bahnhof und stellen ihre PKW in dem kleinen Teil der Wallstraße westlich der Bahnhofstraße direkt gegenüber dem Bahnhof ab und parken dort bis Nachmittags in dichter Reihe. Für die Anwohner ist das ein ständiges Problem: „Auch wir muss pünktlich zur Arbeit.“

Das Problem besteht schon seit langem, hat sich aktuell aber durch die Bauarbeiten für die Fahrradstation auf dem Parkplatz am Bahnhof noch verstärkt. Evita Pabst: „Ich bin den Pendlern nicht böse, ich habe auch nichts gegen die Fahrradstation, aber es muss doch möglich sein, die Pendler etwa in die Gräwenkolkstraße zu verweisen, wo genug Parkraum ist.“

Ratsherr Peter Wenzel und Lutz Schindler, stellvertretender Vorsitzender der SPD Sinsen/Lenkerbeck, stellen sich ausdrücklich hinter die Forderung der Anwohner: „Nach unserer Beobachtung der Lage voll berechtigt!“ Schindler kündigt eine Befragungsaktion im gesamten Bereich der Wallstraße und der Bahnhofstraße an sowie eine Bürgerversammlung „Rund um den Bahnhof“. „Wir wollen, dass Anwohner und Fachleute der Stadt ins Gespräch kommen.“

Die Unterschriftenliste hat in dem betroffenen Bereich der Wallstraße 76 bis 85 nahezu hundert Prozent Unterstützung durch die Anwohner bekommen. Sie wird an den Bau-dezernenten der Stadt, Gerd Rath, und an den Ordnungsamtsleiter Heinz Ostendorf weiter gereicht.