Rückkehr zum alten Verfahren gefordert

In einem Schreiben an den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses bitten Michael Groß und Gabi Hawig das Thema "Essenslieferung durch die Paracelsus-Klinik" auf die Tagesordnung der nächsten Fachausschusssitzung am 7.9.2005 zu setzen und stellen dazu folgende Anträge:

1. Die Verwaltung wird beauftragt, den Vertrag mit der Paracelsus – Klinik Marl zur Belieferung der städtischen Tageseinrichtungen für Kinder mit
„Mittagessen“ umgehend zu kündigen.

2. Zur Absicherung der Versorgung der Kinder ist umgehend das bisherige Verfahren zur Verfügungstellung des Essens einzusetzen.

3. Im Interesse von „Schutz für Kinder“, welches dem zweigliedrigen Jugendamt und somit dem Jugendhilfeausschuss als Aufgabe rechtlich obliegt, ist im AKJF Auskunft zu geben, ob den Hygieneanforderungen für Schulkinder bei der weiteren Belieferung durch die Paracelsus – Klinik Rechnung getragen werden kann.

4. Die Verwaltung möge berichten, ob tatsächlich zur Belieferung von Essen der „Westfälische Wachschutz“ herangezogen wurde.

Zur Begründung wird vorgetragen, dass mit großem Erstaunen die Gerüchte und die Presseberichterstattung zur Belieferung der Tageseinrichtungen für Kinder durch die Paracelsus Klinik zur Kenntnis genommen wurde.

Bisher war stets von einer geprüften Handhabbarkeit ausgegangen worden. Jetzt wäre aber offensichtlich geworden, dass in Bezug darauf die Verantwortungsträger nicht die gerade für Kinder dringend erforderliche Sorgfalt haben walten lassen. Denn es wurde augenscheinlich versäumt, notwendige Informationen zwischen Stadt
und Klinik auszutauschen. "Um so erstaunlicher ist die aktuelle Offenbarung, berücksichtigt
man, dass die städtische Einrichtung im Nonnenbusch „KiKiNon“, bereits seit einem
Jahr von dort beliefert worden sein soll, obwohl auch hier unter 3jährige betreut werden.
Wenn heute die Fachleute die Auffassung vertreten, die Belieferung der unter 3jährigen
könnte nicht erfolgen, sondern nur die der älteren Kinder, so macht die Inanspruchnahme eines zusätzlichen Lieferanten keinen Sinn und die sofortige Rückkehr zum bisherigen System ist ein Gebot der Stunde – vor allem vor dem Aspekt der von uns verfolgten Absicht zu einem Ausbau von mehr als 100 zusätzlichen Plätzen für Kinder unter 3 Jahren zu kommen", erklären Michael Groß und Gabi Hawig.