Baum wie Mensch sind in Gefahr

„Hier müssen Fachleute nach Lösungen suchen“, resümiert die Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn den Ortstermin an der Halterner Straße in Sinsen.
Während ihrer Wahlkreisbegehung wurde Waltraud Lehn auf ein besonderes Problem von Bürgerinnen und Bürgern aufmerksam gemacht, die die alten und ehrwürdigen Bäume an der Halterner Straße in Gefahr sehen. „Schließlich“, so ein Bürger zu Lehn, „mussten in der Vergangenheit aus Sicherheitsgründen schon schätzungsweise 100 Jahre alte Eichen gefällt werden. Es kann nicht sein, dass man vor diesem Problem die Augen verschließt.“
So soll nach Informationen des SPD Ortsvereins Sinsen-Lenkerbeck schon ein weiterer Baum auf der „Kippe“ stehen.

Anlass der Besorgnis ist, dass die zum Teil sehr mächtigen Bäume direkt an der Fahrbahn stehen und mit ihrem Wurzelwerk den Asphalt der Halterner Straße anheben und aufreißen. „An manchen Stellen“ so Lehn, „ist keine Bordsteinkante mehr vorhanden. Hiervon gehen auch Gefahren für den Autoverkehr aus.“ LKW aber auch PKW fahren immer wieder über das Wurzelwerk, sodass es erstaunlich ist, wie lange diese Bäume sich dort schon halten und noch nichts passiert ist. Als Problem zeigt sich nun, dass die Bäume immer größer geworden sind und das Wurzelwerk immer raumgreifender wird. „Beobachtet man eine Zeit lang den Verkehr auf der Straße, so machen manche Fahrer/innen jeweils kleine Schwenker um die besagten Stellen und nutzen einen Teil der Gegenfahrbahn!“

Zum Ortstermin hat Waltraud Lehn gleich auch den zuständigen SPD Ortsverein Sinsen-Lenkerbeck gebeten, der sich nun gemeinsam mit Waltraud Lehn mit der Bitte um Unterstützung an das Planungs- und Umweltamt der Stadt Marl wendet.

Die Allee mit dem alten Baumbestand an der Halterner Straße ist schön, allerdings müssen Baumschutz und Verkehrssicherheit in Einklang gebracht werden.