Anwohner der Hülsstraße kämpfen für Einfahrgenehmigung in die Fußgängerzone

Die Bewohner der Häuser Hülsstraße 2 und Hülsstraße 2a kämpfen seit langem für eine Einfahrgenehmigung in die Fußgängerzone. Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Die Anwohner der betreffenden Häuser können nur über die Hülsstraße an Ihre Wohnungen heranfahren, von der Rückseite ist eine Anfahrt an die Häuser nicht möglich. Ein Be- und Entladen der Autos über die Fußgängerzone ist grundsätzlich auch erlaubt, allerdings nur in der Zeit von 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr.
„Wer fährt denn erst gegen 19:00 Uhr einkaufen? Da haben die meisten Geschäfte doch schon geschlossen! Außerdem müssen wir einige Einkäufe vormittags erledigen und auch dann vor dem Haus entladen dürfen!“, so eine Reaktion der betroffenen Anwohner.

Unzählige Anfragen und Beschwerden beim Ordnungsamt und Polizei haben bisher keinen Erfolg erzielt. Nun haben sich die Bewohner der Hülsstraße Hilfe suchend an Ratsmitglied Marianne Pfeiffer (SPD) gewand. Diese hat sich nun die Situation vor Ort zusammen mit dem stellv. Vorsitzenden des SPD-Ortsvereines Hüls, Sascha Döllmann, und Pressesprecher Marcel Jedl angeschaut.
„Ich habe mich einmal erdreistet und bin nach Geschäftsschluss um 18:50 Uhr zum Entladen meiner Einkäufe in die Hülsstraße vor meine Wohnung gefahren. Prompt hat eine Polizeistreife angehalten, mich freundlich darauf hingewiesen, dass ich erst ab 19:00 Uhr in die Fußgängerzone einfahren dürfe. Danach wurde dann erstmal eine Strafgebühr fällig. Ich habe versucht den Beamten meine Situation zu erklären, doch diese ließen sich nicht von der Strafgebühr abbringen. Dies ist doch mehr als lächerlich und für mich natürlich sehr ärgerlich!“, so Erhard Welskop, einer der betroffenen Bürger.

„Ich bin nachts gegen 01:00 Uhr mit meiner Familie aus dem Urlaub zurückgekommen und habe mein Auto direkt vor der Haustür in der Fußgängerzone abgestellt. Dann habe ich zunächst meine schlafenden Kinder hochgetragen und dann mein Gepäck entladen. Es dauerte nicht lange, da stand eine Polizeistreife bei mir und belehrte mich, dass ich nur bis 22:00 Uhr entladen dürfe. Verwiesen wurde ich dann auf die weit entfernten Entladezonen. Aber dies ist noch lange nicht alles: Ich habe bereits weit über 250€ nur für Strafgebühren in der Fußgängerzone gezahlt und das nur, weil ich sperrige und schwere Dinge entladen wollte“, so die Erfahrungen von Anwohner Markus Honermann.

„Die Anwohner der betroffenen Häuser brauchen eine Genehmigung für das Be- und Entladen in der Fußgängerzone und das rund um die Uhr. Es kann nicht wirklich jemand etwas dagegen haben, dass diese Bürger nur mal kurz Ihre Einkäufe entladen. Das dauert nicht mehr als 5min. und stört in diesem Bereich niemanden. Ich kann die Polizei und das Ordnungsamt nicht verstehen, dass diese in dem Fall nicht schon längst aktiv geworden sind. Ich fordere das Ordnungsamt hiermit auf, die Genehmigung für das Be- und Entladen rund um die Uhr in der Fußgängerzone diesen Bürgern zu erteilen. Es kann doch nicht wahr sein, dass wir Bürgern Ihre Lebensqualität durch schnell zu lösende Probleme einschränken“, so Ratsmitglied Marianne Pfeiffer.

Die betroffenen Anwohner in Hüls hoffen nun auf eine zügige Lösung des Sachverhalts. Marianne Pfeiffer ergänzt noch abschließend: „Ich werde in diesem Fall nicht eher Ruhe geben, bis eine ordentliche Lösung für die Bürger gefunden ist.“