Hinderlicher Glaubensstreit um richtige Lösung

„Manchmal hilft schon eine Verlegung um ein paar Meter und man schafft damit eine kostengünstige und merkliche Entschärfung des Problems,“ begrüßt Peter Wenzel, der SPD Ortsvereinsvorsitzende von Sinsen-Lenkerbeck die Verlegung der Bushaltestelle Liebfrauen in Sinsen und dankt für die Umsetzung der Forderung des Ortsvereins.

Anlass der Bemühungen waren die an den SPD Ortsverein gerichteten Klagen von Senior/innen über den Zustand der Bushaltestelle Liebfrauen-Kirche an der Schulstraße. Direkt vor einer Wohnanlage speziell für Senioren befindet sich aus Sicht des SPD Ortsvereines richtigerweise diese Haltestelle. Doch eben an der bisherigen Stelle führte die Haltestelle praktisch direkt in den Straßengraben. „Berücksichtigt werden muss, dass hier Menschen aussteigen, “ so Marianne Exner und Norbert Batterewitz vom SPD Ortsverein, „die in der Regel beim Laufen auf festen Untergrund angewiesen sind bzw. die sich sogar als Gehhilfe auf einen Rollator stützen müssen.“

Um den Senior/innen die berechtigte Sorge um ihre Unversehrtheit zu nehmen, hatte der SPD Ortsverein sich an die zuständige „StraßenNRW Niederlassung Bochum“ gewandt und die Vestische Straßenbahnen AG eingeschaltet, zwecks dringender Beseitigung dieses Sicherheitsrisikos. „Problem bekannt und Lösung in Sicht, hieß unsere Auskunft noch vor Wochen,“ erläutert das Kreistagsmitglied Doris Schindler, „die StraßenNRW Niederlassung Bochum sowie die Vestische Straßenbahnen AG versicherten uns, dass an der Bushaltestelle Liebfrauen-Kirche bauliche Veränderungen baldmöglichst durchgeführt und zwei Wetterhäuschen aufgestellt werden.“
Das hat dann allerdings die strittige Frage ausgelöst, ob ein Buskap (Fahrbahnhaltestelle), wie die Stadt ihn favorisiert, gebaut werden soll oder doch eine Busbucht, für die die StraßenNRW Niederlassung Bochum eintritt. Statt eines Glaubensstreits, welche Haltestellenform die richtige Lösung ist, forderte der Ortsverein eine kostengünstige und schnelle Soforthilfe durch Verlegung des Haltestellenschildes um ein paar Meter.

„Wir freuen uns,“ so die Sozialdemokraten aus Sinsen, „dass durch persönliches Engagement in der Stadtverwaltung sowie bei der Vestischen es nun gelungen ist, als kurzfristige aber hilfreiche Notlösung die Haltestelle ein paar Meter zu verlegen.“ Für eine spätere bauliche Lösung sind die Mittel beantragt und stehen bereits in Aus-sicht.