Stadtrat ein „öffentliches Freudenhaus“?

Der CDU – Vorsitzende steht wieder einmal mit beiden Beinen fest in der Luft und möchte sich mit viel Getöse kommunalpolitisch zu Wort melden. In Ermangelung geeigneter Themen stürzt er sich deshalb auf die weltbewegende Fragestellung, ob eine Ratssitzung im September um ein paar Tage verlegt werden soll. Ja, er sieht sogar das Wohl der Stadt gefährdet und um eine Pressekonferenz erst zu ermöglichen, muss er mit der Begrifflichkeit in die hinterste Schublade greifen, indem er nämlich demokratische Parteien in Marl der „Hurerei“ bezichtigt. Der Stadtrat ein „öffentliches Freudenhaus“?

Im Ernst: hier will jemand Dornröschen wachküssen, ohne zu wissen, ob er sich im richtigen Märchen bewegt.

Fakt ist:

1. Der ursprüngliche Ratstermin ist ohnehin nach dem überraschenden Bundestagswahltermin.
2. Die Fragestellung der Verlegung um eine Woche sollte zur Diskussion mit allen Parteien gestellt werden.
3. Die SPD will am verabredeten Termin festhalten und den Haushalt eingebracht wissen.

Also, viel Lärm um nichts. Und die leeren Töpfe sind dabei immer am lautesten!