Jugendorganisationen empört über Auftritt der NPD bei Insel-Veranstaltung zur Landtagswahl

Mit großem Entsetzen haben die jugendpolitischen Organisationen in Marl auf den Auftritt der NPD bei der Insel-Veranstaltung zur Landtagswahl reagiert und fordern jetzt Konsequenzen.
„Es kann nicht sein, dass rechten Gruppierungen auf einer Informationsveranstaltung zur Landtagswahl in einer öffentlichen Bildungseinrichtung wie „die Insel“ ein Forum geboten wird. Wir hätten dort mehr Sachverstand und ein konsequenteres Vorgehen der Organisationen gegen diese Auswüchse von Rechtsextremismus erwartet. Leider ist es auch nach heftigen Protesten anwesender Bürger nicht zu einem Ausschluss der NPD von der Veranstaltung gekommen.

In den Augen der jugendpolitischen Organisationen ist dieses eine Farce, die sich nicht noch einmal wiederholen darf. Wir fordern ab sofort ein Hausverbot für rechte Gruppierungen an öffentlichen Veranstaltungsorten in Marl!“, so die eindringliche Forderung der Vertreter der Nachwuchsorganisationen der Parteien.
„Auf der anderen Seite möchten wir betonen, dass es Widerstand durch alle anwesenden Parteien und Bürger im Insel-Saal gab. Diesen gemeinsamen Schulterschluss sehen wir als Zeichen künftig geschlossen mit allen demokratischen Parteien in Marl gegen rechte Gruppierungen vorzugehen. Es ist unserer Meinung nach ein Fehler zu glauben, dass durch Ignoranz der rechten Parteien diese bekämpft werden. Es muss aktiv gegen diese vorgegangen und den Bürgern gezeigt werden, welches Demokratieverständnis diese Gruppierungen haben“, so die Jungpolitiker weiter.

Abschließend möchten Jusos, Julis und Junge Union nochmals betonen, dass nach der missglückten Insel-Veranstaltung rechten Gruppierungen künftig in Marl kein Forum mehr für Öffentlichkeitsarbeit geboten werden soll.