Jungsozialisten geht Vorschlag der JU nicht weit genug

Zur aktuellen Diskussion um die Schließung des Kolpingheims in Polsum, schalten sich jetzt auch die Jungsozialisten ein. Die Jusos begrüßen den Vorstoß des JU-Vorsitzenden Thomas Terhorst, der Alternativen für das Kolpingheim fordert. Jedoch geht dieser Vorschlag den Jungsozialisten nicht weit genug.

„Es ist richtig, dass Alternativen für das Jugendheim in Polsum gefordert werden. Es kann nämlich nicht sein, dass in dieser Stadt nach und nach alle Jugendeinrichtungen ersatzlos gestrichen werden“, so die Juso-Vorsitzende Christina Sonnenfeld in einer ersten Reaktion.
„Jedoch darf man diesen Problemfall nicht nur auf Polsum beziehen. Die Schließung könnte ausnahmslos jede Jugendeinrichtung treffen. Dies gilt es ab sofort zu verhindern“, so Schriftführerin Svenja Schuldt weiter.

„Wir sind in der Situation, dass gerade auch aus Marl verstärkt die junge Bevölkerung in die umliegenden Städte abwandert. Diese Entwicklung muss gestoppt werden, jedoch nicht durch Schließung von Jugendeinrichtungen. Wir müssen in Zukunft mehr und nicht weniger Geld für die Jugendarbeit in Marl ausgehen, sonst laufen wir Gefahr, dass diese Stadt vergreist. Das wäre bevölkerungsdemographischer Selbstmord“, so die Kritik von Pressesprecher Marcel Jedl.

„Die Runde mit den Vertretern der Marler Jugendorganisationen und Bürgermeisterin Heinrich hat gezeigt, dass bewusst nur Sparvorschläge von der Verwaltung für die Jugendarbeit diskutiert wurden. Nach intensiver Auseinandersetzung mit dem Jugendhaushalt der Stadt fordern wir als Jusos, jedoch zuerst einmal auf andere Bereiche im Haushalt und deren Einsparpotential zu schauen, damit wir die dort eingesparten Mittel dafür nutzen können, den Jugendhaushalt weiter auszustocken. Ein Einsparpotential ist im Jugendhaushalt faktisch nicht vorhanden, da jede Jugendeinrichtung nach wie vor gebraucht wird“, so eine Forderung von Christina Sonnenfeld.
„Allerdings sind wir ziemlich enttäuscht darüber, dass nicht wie vereinbart, nach vier Wochen zu einer weiteren Runde bei Bürgermeisterin Heinrich geladen worden ist. Mittlerweile sind mehr als 6 Wochen vergangen. Zum Sparen werden wir eingeladen, beim Ausgeben aber vergessen!", so das Abschlussstatement der Marler Jusos.