SPD-Fraktion besucht Uponor-Anger GmbH

Einen Werksbesuch stattete die SPD-Ratsfraktion jetzt der Uponor-Anger GmbH ab. Dabei konnte Geschäftsführer Gerd Heidenreich auch die SPD-Landtagskandidatin Margret Gottschlich und MdL Manfred Degen begrüßen. 1967 wurde das Werk auf dem Gelände der ehemaligen Schachtanlage 3 der Zeche Brassert gegründet, seit 1984 gehört es zur finnischen Uponor-Gruppe. Auf 78.000 m² werden schwerpunktmäßig Kunststoffrohrsysteme und -schächte für die private und öffentliche Abwasserableitungen hergestellt. In diesem Bereich ist Uponor deutscher Marktführer.

Interessiert nahmen die SPD-Vertreter zur Kenntnis, dass die innovativen Abwassersysteme aus Kunststoff kaum Einsatz im Marler Abwassernetz finden. Dabei seien diese Produkte, so die Betriebsleitung, inzwischen den traditionellen Betonrohren aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht klar überlegen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Groß versprach, dass die SPD im zuständigen Betriebsauschuss ZBH kritisch hinterfragen wolle, warum nicht stärker auf die heimischen und innovativen Kunststoffsysteme zurückgegriffen wird. „Es wäre wünschenswert“, so Michael Groß weiter, „wenn künftig mehr heimische Firmen bei städtischen Aufträgen berücksichtigt werden könnten.“

Lob von der SPD erhielt Uponor-Anger für Anstrengungen bei der Ausbildung junger Menschen im kaufmännischen und technischen Berufen. Mit einer Ausbildungsquote von über 10 % verhalte sich die Firma vorbildlich, so Margret Gottschlich.
“Aufträge vergibt Uponor in erster Linie an Marler Handwerksfirmen” stellte Geschäftsführer Gerd Heidenreich zum Abschluss des SPD-Besuches mit Blick auf die städtische Vergabepraxis Augen zwinkernd fest.