Marler Jusos werfen der Hülser CDU-Vorsitzenden falsche Argumentation vor

Nach der Stellungnahme der Hülser CDU-Vorsitzenden Astrid Timmermann-Fechter herrscht jetzt auch großes Kopf schütteln bei den Marler Jusos. Gerade die Feststellung Timmermann-Fechters „dass es die SPD Hüls noch gibt“, stößt auf ein breites Gelächter bei den Jungsozialisten.

„Die Hülser SPD ist nach unserer Einschätzung stets nahe an den Problemen und Sorgen der Bürger im Stadtteil, deshalb konnte die Hülser SPD auch, im Gegensatz zur CDU Hüls, alle drei Hülser Direktmandate bei der Kommunalwahl 2004 erringen. Vielleicht sollte die CDU-Ortsverbandsvorsitzende hier mal überlegen, worin das Versagen der CDU Hüls begründet ist, an statt sich mit dem Zustand der Sozialdemokraten zu beschäftigen“, so die scharfe Kritik der Jusos.

Weiter stellen die Jusos fest, dass Frau Timmermann-Fechter anscheinend den Artikel zur Grubenausbauwerkstatt nicht richtig gelesen hat.
„Die Jusos stellen eines, speziell auch noch für die Hülser CDU-Chefin, klar: Die SPD Hüls hat in ihrem Artikel auf keinen Fall kritisiert, dass in der Grubenauswerkstatt Veranstaltungen jeglicher Art stattfinden. Es geht den Sozialdemokraten lediglich um die Beibehaltung des Namens „Grubenausbauwerkstatt“, auch während des Ruhr-Klassik-Festivals. Es ist nicht ersichtlich, warum der Traditionsname in dieser Zeit gegen Menuhin-Forum ausgetauscht werden soll. Die Arena „Auf Schalke“ heißt auch nicht Arena „Uschi Disl“ während der jährlich stattfindenden Biathlon-Veranstaltungen. Es ist recht interessant, wie die CDU Hüls versucht, Fakten zu Ihren Gunsten zu interpretieren“, stellen die Jusos fest.

Die Jungsozialisten weisen zusätzlich darauf hin, dass unter Marketing-Aspekten ein einschlägiger Name einer Veranstaltungshalle vorteilhafter ist als wechselnde Bezeichnungen. Aber gerade dieser Sachverhalt müsste dem „Veranstaltungs- und Marketingbüro Timmermann-Fechter“ ausreichend bekannt sein“, so die Jusos weiter.

„Wir möchten jedoch noch mal eines deutlich herausstellen: Es kann unserer Meinung nach nicht möglich sein, dass Herr Schulte-Kemper als Vorsitzender der Fördergesellschaft Philharmonia Hungarica und Vorsitzender der Marler CDU beide Ämter objektiv trennen kann. Somit ist bei der Anmietung und Nutzung der Grubenauswerkstatt eine eindeutige Präferenz in eine politische Richtung zu erkennen. Um hier mehr Objektivität zu erreichen, wäre es besser, wenn sich Herr Schulte-Kemper von einem dieser beiden Ämter trennen würde“, so die klare Forderung der Marler Jusos.

„Die freche Unterstellung Timmermann-Fechters, die Hülser Sozialdemokraten würden Abiturienten als eine angehende „Upperclass“ ansehen, weisen wir als Jusos aufs Schärfste zurück. Jeder Abiturient wird erkennen, dass eine Vorsitzende einer politschen Organisation, die weder den Sachverhalt richtig erkannt hat, wild mit Anglizismen um sich schmeißt und die Sorgen der Hülser Bürger in Bezug auf die Grubenausbauwerkstatt nicht Ernst nimmt, sich selbst ins politische Abseits katapultieren wird. Die vergangene Stellungnahme ist uns dafür ein hervorragender Beweis“, so die Jungsozialisten.
„Auch ist es streng genommen eine bodenlose Frechheit, dass die CDU in Marl sich zu den Kumpels und Zechen bekennt, andererseits Ihren Anti-Steinkohle-Spitzenkandidaten Rüttgers unterstützt und jetzt auch noch Bergbaugeschichte mit der Grubenausbauwerkstatt begraben will. Unserer Meinung nach ist das nur noch grotesk“, so das abschließende Statement der Marler Jungsozialisten.