Jusos lehnen Studiengebühren entschieden ab

Die Marler Jusos sind massiv verärgert über das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, was den Weg zur Einführung von Studiengebühren frei macht.
"Die Einführung von Studiengebühren für das Erststudium wird den Zugang junger Menschen aus sozial schwachen und bildungsfernen Schichten zu einem Hochschulstudium noch weiter erschweren, wenn nicht sogar unmöglich machen. Es kann nicht sein, dass ein Studium von Papas Geldbeutel abhängig gemacht wird", so die erste Reaktion aus dem Vorstand der Marler Jusos.

”Die Union hat mit Ihrer Klage erreicht, dass ab sofort junge Leute mit wenig Geld sich ein Studium nicht leisten können. Diese gleiche Situation hatten wir schon mal vor hundert Jahren. Dies zeigt einmal wieder, dass die CDU eine Partei des Rückschrittes ist. Bildung muss ein freizugängliches Gut für alle Menschen bleiben und nicht nur für die, die es sich auch leisten können", so die Marler Jusos weiter.
Der Vorstand begrüßt daher die Haltung der NRW-Landesregierung und Ministerpräsident Peer Steinbrück, die auf Einführung der Studiengebühren verzichtet und beim bewährten Studienkontenmodell bleibt.

"Herr Rüttgers, der scheinbar ewige Ministerpräsidenten-Anwärter, möchte im Falle eines Wahlsieges dafür sorgen, dass unverzüglich Studiengebühren in NRW eingeführt werden. Damit wird die CDU gezielt eine Spaltung der Gesellschaft herbeiführen und zwar in "arm und dumm" sowie "reich und schlau". Herr Rüttgers muss mit aller Macht verhindert werden, sonst führt er NRW ins Chaos", wettert der Marler Juso-Vorstand.
Auch müsse sich jetzt die Marler CDU erklären, ob es nicht Zeit wäre, sich von Rüttgers zu distanzieren.

"Es kann nicht ernsthaft das Ziel der CDU in Marl sein, einen Mann wie Rüttgers zu unterstützen, dessen erstes Ziel es ist, sofort alle Zechen in NRW (darunter AV) zu schließen und den Zugang auf Bildung nur für Reiche zu erlauben. Sollte die Marler CDU sich nicht unverzüglich distanzieren wäre dies ein nicht zu reparierender Glaubwürdigkeitsverlust in der Marler Bevölkerung", so die kritische Aufforderung der Jusos in Richtung der Christdemokraten.
"Erst nimmt die CDU Papa die Arbeit weg und dann den Kindern die Bildung. Die CDU hat sich schon längst vom Charakter einer Volkspartei verabschiedet. Was von dieser einstigen Volkspartei übrig geblieben ist, sind nicht-denkende Menschen die allesamt den Anspruch eines "Robin Hood für Reiche" haben. Sie sind nun damit beschäftigt, wie man Marl, NRW und Deutschland ins absolute Chaos stürzen kann", so das abschließende Statement der Marler Jusos.