Dezentrales Controlling im Jugendamt

Im Bereich des Jugendamtes wurde seit September 2002 ein 2-jähriges Projekt „Reduzierung der stationären Heimkosten“ durchgeführt. Es ist davon auszugehen, dass nun entsprechende Ergebnisse vorliegen. Des Weiteren sind im Zeitraum 2001 bis 2002 auf der Basis eines weiteren Projektes die Grundlagen zur Einführung der Kosten- und Leistungsrechnung im Jugend- und Sozialdezernat entwickelt worden. Die Ergebnisse des letztgenannten Projektes wurden bereits im Rahmen der Berichtsvorlage Nr. 3450 im AKJF am 26.03.2003 erörtert. Beide vorgenannten Projekte stellen Grundlagen zur Einführung des dezentralen Controllings im Bereich Jugend und Soziales dar.

Angesichts der Planüberschreitung in der Jugendhilfe, die in der letzten Ratssitzung zur Entscheidung vorgelegt wurde, erscheint die zeitnahe Umsetzung insbesondere eines differenzierten Controllings sowie die Bewertung des 2-jährigen Projektes „Reduzierung der stationären Heimkosten“ von immenser Bedeutung.
Controlling hat hier nach unserer Auffassung im Sinne einer übergreifenden Betrachtung auch die Verpflichtung, zu verdeutlichen, welche Effekte vermeintliche Mehrausgaben für die ambulanten und stationären Erziehungshilfen an anderer Stelle erzielen und welche nicht beeinflussbaren Vorgaben sich aus gesetzlichen Grundlagen ergeben.

In diesem Zusammenhang stellt die SPD-Fraktion daher den Antrag, die Verwaltung zu beauftragen,

1. die Ergebnisse des Projektes „Reduzierung der stationären Heimkosten“ im Rahmen einer Vorlage dem AKJF zur Kenntnis zu geben sowie
2. die Fortschritte der Einführung des dezentralen Controllings im Dezernat darzustellen.