Mister MaKiBU hat ausgedient

„Es gibt sicher einige Dinge, die Wiedererkennungswert in Marl besitzen, “betont
Michael Groß, „doch es gibt nur ein Beispiel, bei dem ein städtischer Mitarbeiter über Jahrzehnte mit einem speziellen Kinderangebot unverwechselbar verbunden ist: nämlich Uli Pittig mit seinem MaKiBu!“

„Mir ist sogar schon zu Ohren gekommen, dass der 57jährige Uli Pittig als Herr MaKiBu angesprochen wird, “weiß Groß zu berichten, „ist ja auch bei dem unermüdlichen Einsatz des Allwetterpädagogen kein Wunder!“

Der „Marler Kinder Bus“ ist eine mobile Einrichtung des Jugendamtes und stellt ein offe-nes Angebot für Kinder in den einzelnen Stadtteilen dar. Zusätzlich ist er bei öffentli-chen Festen und Feiern nicht nur bei Kindern ein gern gesehener Gast. „Heute fordern wir ganz modern die Einrichtung von mobiler Jugendarbeit, “ erläutert Michael Groß, „der MaKiBu war dagegen schon vor einem viertel Jahrhundert in Marl in diesem Sinne mobil!“ Pittig fährt mehr als 25 Jahre den MAKiBu, aber eigentlich schon immer. Zur Gründerzeit des MaKiBus gab es nämlich ein Problem mit der Besetzung des Fahrzeuges. Denn ursprünglich saßen dort zu Beginn für ein oder zwei Jahre zwei hauptamtlich pädagogische Kräfte. Doch wer will schon gerade dann arbeiten, wenn alle anderen in den Urlaub fahren oder jedes Wochenende auf irgendwelchen Festen Dienst schieben. Die Antwort für den damaligen Jugendamtsleiter Günter Lueg war einfach: Pittig!

Doch jetzt soll Uli Pittig zu teuer sein und andere Aufgaben übernehmen, Honorarkräfte alleine oder nicht pädagogisch ausgebildete Fahrer sollen an seiner Stelle gefunden werden. „Ab November“, so wurde es Michael Groß zugetragen, „wird Mister MaKiBu nur noch aus dem Fenster der Rathausturmes sein zweites Zuhause fahren sehen können!“
„Ich habe Angst um den MaKiBu“, betont Groß besorgt „denn viele Institutionen leben und überleben weil Menschen mit Herzblut und Engagement für ihren Erhalt Sorge tragen.“ „Ich möchte nur an das rote Feuerwehrmobil mit ähnlichem Konzept in Marl erinnern", mahnt Groß, "dass ist nach kurzer Zeit an dem nun erneut verfolgten Personalkonzept gescheitert.“

„Wütend macht mich zusätzlich, dass verbreitet wird, die SPD wolle dies“, ärgert sich Groß, „dabei ist es der öffentlich ausgesprochene Wunsch der CDU, der hier in der Verwaltung verfolgt wird. Ich werde die Bürgermeisterin auffordern, dafür Sorge zu tragen, die falschen Gerüchte in der Verwaltung abzustellen und persönlich als SPD – Stadtverbandsvorsitzender dafür eintreten, dass das bisherige und bewährte Personalkonzept des MaKiBu beibehalten wird. Denn die Kinder, aber auch Uli Pittig haben dies nicht verdient!“