Luftiges Fest auch ohne Steinbrück

Mit Spannung warteten Hunderte von Besuchern am Samstag auf Peer Steinbrück – vergebens. Kurzfristig hatte der NRW-Ministerpräsident seinen Besuch beim SPD-Haldenfest wegen Krankheit abgesagt. Dennoch: Langweilig war die Traditionsveranstaltung auf der Lipper Höhe keineswegs.

"Die Leute kommen ja nicht nur wegen der prominenten Gäste", war Michael Groß, Chef der Marler SPD, überzeugt mit Blick auf die zahlreichen Besucher. Ein kleines Volksfest über den Dächern von Marl, das gibt es halt nur einmal.

Neben Bier, Würstchen und selbstgebackenen Kuchen, gab es Musik vom 1. Musikcorps Marl-Hüls. Außerdem stellten Kaninchenzüchter und Imkerverein ihre Arbeit den Besuchern vor.

Auf Grüße von der Landesregierung brauchte trotz der Absage Steinbrücks niemand zu verzichten. Edgar Moron, Fraktionsvorsitzender der SPD in Nordrhein-Westfalen, war kurzfristig für ihn eingesprungen, um sich selbst ein Bild davon zu machen, warum bereits Johannes Rau und Wolfgang Clement mit Begeisterung die Lipper Höhe erklommen haben. Und selbst ein Kamerateam des ZDF-Magazins "Berlin direkt" fand, obwohl es nun doch kein Interview mit dem Ministerpräsidenten gab, Gefallen am Fest, interviewte Besucher und Organisatoren und wartete sogar auf den Absprung der vier Fallschirmspringer aus Loemühle.

Letztere bildeten einen der Höhepunkte des Festes. Knapp über den Köpfen der Zuschauer setzten sie zur Landung neben der Festwiese an, wurden vor allem von den faszinierten Kindern belagert und mit Fragen gelöchert.