Trauerspiel der CDU – Fraktion

Heidi Beckmanns Entschluss verdient Respekt, darin ist sich die SPD-Fraktion über ihren Austritt aus der CDU und dem bevorstehenden Ende ihrer Ratstätigkeit einig. Für die restlichen Monate bietet die SPD ihr alle Unterstützung an, die sie für ihre Arbeit im Rat braucht. Dies ist auch ein Stück Dank für langjähriges Zusammenwirken über die Parteigrenzen hinweg in den Ausschüssen zum Wohle der Stadt Marl.

Die CDU muss sich fragen lassen, wie sie untereinander umgeht. Zuerst kommt die Bürgermeisterin abhanden, dann Wilhelm Schütte-Nüttgen und nun Heidi Beckmann. Souveränes Fraktionshandeln von Hubert Schulte-Kemper ist das nicht. Die Wähler haben schon im September Gelegenheit, dies mit ihrer Wahlentscheidung zu bewerten.

Angesichts der fortdauernden Personalquerelen in der CDU ist dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Jens Vogel klar, warum die Bürgermeisterin auf der Homepage des CDU-Stadtverbandsvorstandes immer noch als kooptiertes Mitglied geführt wird. „Hier zeigt sich die ganze Hilflosigkeit des Personalmanagements. Mal werden Entscheidungen ausgesessen. Im Falle Heidi Beckmann fehlt der kollegiale Anstand. Jetzt wird die Flucht angetreten und schmutzige Wäsche gewaschen.“