SPD Drewer-Nord: Unzufriedenheit mit der Fahrradstraße!

Erneut gibt es Beschwerden über Missachtungen der Verkehrsführung (Fahrradstraße) in der Michaelssiedlung. Die betroffenen Bürger wandten sich nun an Werner Arndt, zuständiges Ratsmitglied und Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Drewer-Nord.

Auf Anregung der August-Döhr-Grundschule war 1999 beschlossen worden, Teile der Gauß- und der Max-Planck-Straße in Fahrradstraßen umzuwidmen. Dadurch sollte die Verkehrssicherheit, besonders für Kinder und Jugendliche, erhöht werden.
„Offensichtlich gibt es aber immer noch Kraftfahrer“, so Werner Arndt (SPD), „die sich vorsätzlich oder aus Unwissenheit falsch verhalten und somit Verkehrsgefährdungen herbeiführen.“ Horst Blossey, Anlieger der Gaußstraße, ist inzwischen müde, ständig Konflikte mit Falschfahrern auszutragen. Kraftfahrer dürfen die Gaußstraße zwischen Max-Planck- und Justus von Liebig-Straße nur noch in Richtung Rappaportstraße befahren. Trotz eindeutiger Beschilderung wird die Gaußstraße im o.g. Bereich immer noch in entgegen gesetzter Fahrtrichtung befahren. Selbst Berufskraftfahrer, Lehrer und einen Polizeibeamten hat Blossey „erwischt“ und zur Rede gestellt, überwiegend waren sie uneinsichtig.
Verkehrszählungen der Stadt haben im Bereich der Max-Planck-Straße eine Regelwidrigkeit von 20% am Tage und 33,3% in der Nacht ergeben. Bei der Gaußstraße liegen die Überschreitungen in ähnlicher Höhe (15% Tag/25,8% Nacht).
„Da die Anwohner sich an die Beschilderung halten und dadurch auch Umwege in Kauf nehmen, ist die Verärgerung groß, dass die Beschilderung missachtet wird“ so Werner Arndt (SPD). „Dadurch sinkt die Akzeptanz der Anwohner für die Fahrradstraße deutlich.“

Als Sofortmaßnahme regten die Anwohner bei einem SPD-Ortstermin an, an der Ecke Gauß-/Justus-von-Liebig-Straße das Verkehrsvorschriftzeichen Nr. 267„Verbot der Einfahrt“ aufzustellen und somit die Fahrradstraße für den Verkehr auf der Gaußstraße aus Fahrtrichtung Rappaportstraße als Einbahnstraße auszuweisen.

Weiter wünscht man sich mehr Kontrollen durch Polizei und Ordnungsbehörde auch außerhalb der Schulzeiten. Werner Arndt (SPD) will das Thema erneut in die Arbeitsgruppe Unfallverhütung (AGU) bringen, die in dieser Woche tagt.