Jusos: Die CDU soll endlich durch Leistungen überzeugen

Zur Stellungnahme der Jungen Union "Ohne unnötige Blockierer" in der WAZ vom 2. September melden sich die Marler Jungsozialisten zu Wort.

"Warum schießt jetzt auch die JU Marl auf die SPD?" fragt der Juso-Vorsitzende Jörg Kupitz. Man sollte sich, wenn man seiner Sache sicher ist, auf seine Stärken besinnen. "Es gibt zweifelsohne Stärken! Es ist nämlich mal an der Zeit, der CDU in Marl zu danken."

1999 sei die CDU u.a. angetreten, um die Situation für die Jugend zu verbessern. "Nicht alles ist seitdem besser, aber vieles einfacher geworden. Die Jugendlichen müssen jetzt nicht mehr überlegen, ob sie in den Schacht 8 in Marl gehen, oder das Old Daddy in Haltern aufsuchen. Auch stellt sich bei Jugendlichen nicht mehr die Frage, ob man ins Hallenbad Marl radelt zum Schwimmen, oder ob man sich in den Bus setzt, um in Herten ins Copa ca Backum zu gehen. Oder die spannende Frage, ob ein Kino gebaut wird, oder man weiter nach Herten, Recklinghausen Dorsten usw. fahren muss, um einen spannenden Film zu sehen. Danken muss man auch für die Euphorie, die aufkam, als von einer Großdisco die Rede war. Hat man den Schacht 8 gar nicht so vermisst… "

Für die Kleinen in Marl sei es dafür umso spannender geworden. "Jedes Jahr aufs Neue die Frage, ob das Kinderfilmfest stattfindet oder nicht, das hat doch was. Gleiches gilt für den Ferienspaß."

Aus dem CDU-Motto "Nahe bei den Menschen" werde jetzt "Nahe an 50 + x". "Die CDU sollte endlich mal durch Leistung überzeugen, anstatt immer nur auf der SPD rumzuhacken. Man hat die Mehrheit, könnte etwas bewegen, stattdessen bereitet man ein Wahlprogramm vor, das den Erfolg bringen und die Meinung der Menschen berücksichtigen soll. Warum hat man dies nicht schon längst getan???"

Im Übrigen könnte man die sogenannten "Schiffschaukelmehrheiten" vermeiden, wenn die eigenen Ratsmitglieder und die Bürgermeisterin der Partei treu blieben. "Kein Wunder, dass die Mehrheiten immer knapper werden!"

Was Marl brauche, erklärt der Juso-Vorsitzende weiter, sei "eine starke Mehrheitsfraktion, die nicht nur durch den Stimmenanteil, sondern vor allem durch Teamfähigkeit überzeugt und Mehrheiten schafft. Dies ist mit einem Alleinherrscher wie HSK nun einmal unmöglich!"