Mehr Planungssicherheit in der Kinder- und Jugendarbeit gefordert

Die SPD-Fraktion traf sich heute zu einem Meinungsaustausch mit der Evangelischen Stadtgemeinde Marl (esm). Diese wurde vertreten durch Pfarrer Christian Zimmer und Lothar Bartelheimer (Leiter des HOT boje). Angeregt wurde das Gespräch durch die von der esm beschlossenen Schließungen von zwei Kindergartengruppen und der Jugendeinrichtung Omega in Brassert.

Als Ergebnis fasst Fraktionsvorsitzender Jens Vogel zusammen:
„Wir bedauern sehr, dass die esm auf die finanziellen Engpässe mit der Verkleinerung der Kinder- und Jugendarbeit reagiert. Mit der Schließung des Omega an der Schachtstraße wird eine zweifelhafte Antwort gegeben.“

In diese Bewertung bezieht die Fraktion neueste Erkenntnisse ein. Im Ortsteil Brassert entwickelt sich erneut eine Szene rechtsradikaler Jugendlicher. Ob dieses Problem vom HOT boje aufgefangen werden kann, muss abgewartet werden.

Aus der Verunsicherung der Eltern zur Schließung zweier Kindergartengruppen fordert die Fraktion als Konsequenz mehr Verlässlichkeit. Die Träger von Kinder- und Jugendeinrichtungen müssen zusammen mit Politik und Verwaltung frühzeitig und am runden Tisch ihre längerfristigen Planungen aufzeigen, damit rechtzeitig reagiert werden kann. Ziel muss ein größeres Maß an Planungssicherheit sein. Angesichts zurückgehender Kinderzahlen und der drohenden Schließung von Kindergartengruppen ist dies umso erforderlicher.

Bartelheimer, Zimmer und Vogel waren sich einig: „Die esm muss sich auch weiterhin für Kinder- und Jugendarbeit stark machen“. Die Jugend- und Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka, die ebenfalls an dem Gespräch teilnahm, verfolgte aufmerksam den Vorschlag, gemeinsam mit den verschiedenen Trägern das Vorgehen abzustimmen.