Wirtschaftsförderung effizienter gestalten

Während der Vorstandssitzung am 17.10.2002 hat sich der SPD–Ortsverein Sinsen–Lenkerbeck ausführlich mit der desolaten Situation der Wirtschaftsförderung in der Stadt Marl auseinandergesetzt und sieht sich zu folgendem Aufruf gedrängt:

Mit großer Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass erneut ein viel versprechendes Unternehmen von den Verantwortlichen in Marl nicht für Marl gewonnen werden konnte. Die einzige Auskunft des Unternehmens als Mitleidsbekundung ist, dass Marl angeblich zweite Wahl gewesen wäre. Bei zwei möglichen Standorten ist der zweite Standort nicht die zweite Wahl, sondern zunächst eindeutig der Verlierer!

Über diese Verhandlung bzw. über das Begehren der Firma Lekkerland wurde die Öffentlichkeit überhaupt nur aufgrund von Indiskretionen Beteiligter aufmerksam. Über die vielen anderen möglichen Interessenten in den letzten drei Jahren erfährt Politik und Öffentlichkeit nichts, was auch nur zu verständlich ist, da gegenüber den Firmen Vertrauensschutz zugesagt werden muss. Wenngleich zwangsläufig somit das ganze Ausmaß der Vielzahl von gescheiterten Verhandlungen für Marl nur erahnt werden kann. Stimmen aus gut informierten Kreisen versichern, dass jetzt in Wirklichkeit nur die Spitze eines riesigen Eisberges sichtbar geworden ist.

Die Bürgermeisterin ist nun seit 3 Jahren vergeblich bemüht, ihrer Verantwortung und ihren eigenen Zielen gerecht zu werden. Sie hat Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklärt und personell aufgerüstet. Doch die Tatsache der nicht vorhandenen Ergebnisse ist so schockierend, dass Marl als Wirtschaftsstandort bereits Schaden nimmt.

Ein hohes Maß an Verantwortung trägt dabei die Mehrheitsfraktion und der selbst ernannte Bürgermeisterinnen – Oppositionsführer Schulte – K.! Bürger/innen die der letzten Ratssitzung beigewohnt haben, berichteten tief erschrocken vom Umgang seitens der eigenen Fraktion gegenüber der CDU–Bürgermeisterin. Wie will man(n)/frau mit einer dergleichen Widersprüchlichkeit im Umgang ernsthaft glauben, neue Unternehmen nach Marl locken zu können. Die aktuelle Niederlage Lekkerland der CDU – Bürgermeisterin macht den akuten Handlungsbedarf deutlich!

Der Vorstand des SPD – Ortsvereines Sinsen – Lenkerbeck fordert deshalb zum Wohle der Stadt die CDU und ihre eigene Bürgermeisterin öffentlich und eindringlich auf, endlich aufzuhören, sich in Ankündigungen oder Schuldzuweisungen zu übertreffen. Vielmehr sollte die Bündelung der Möglichkeiten und Kompetenzen aller Fraktionen verfolgt und zwecks gemeinsamen Vorgehens erbeten werden, um weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden und endlich erfolgreiche Wirtschaftsförderung zu betreiben.