Resolution der SPD – Fraktion zur „Aktion für eine saubere Stadt“

Sehr geehrte Frau Heinrich,

betroffen müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass einige wenige Marlerinnen und Marler unsere Stadt verschmutzen. An vielen Orten unserer Stadt gibt es erhebliche Verunreinigungen. Ausgelöst werden diese durch Achtlosigkeit, mangelndes Zuständigkeitsgefühl und fehlendes Problembewusstsein einiger unserer Bürgerinnen und Bürger.

Demgegenüber gibt es in unserer Stadt eine große Anzahl von Menschen, die sich mit diesem Zustand nicht abfinden wollen. Deshalb gibt es in unserer Stadt immer wieder das Bemühen von ehrenamtlichen Gruppen und einzelnen Personen eine Veränderung der Situation herbeizuführen.

Trotz dieses Fleißes und des persönlichen Einsatzes werden zwar exemplarisch und kurzfristig einige Bereiche gereinigt, doch nicht langfristig von Unrat und Müll freigehalten.

Es kann nicht sein, dass unsere verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürger denjenigen hinterher sammeln, die sich an die Grundregeln des Zusammenlebens nicht halten wollen.

Eine Veränderung der Situation benötigt unser Handeln und eine Vielzahl von Maßnahmen.

Die SPD – Fraktion beantragt daher auf der nächsten Ratssitzung zu beschließen:

1. Der Rat der Stadt und Stadtverwaltung begründen eine Aktion für eine saubere Stadt zusammen mit allen Verantwortlichen, Institutionen und Vereinen wie Verbänden die sich in dieser Frage für Marl engagieren. Dazu zählen auch die großen Wohnungsbaugesellschaften in unserer Stadt.

2. Die Ziele der Aktion müssen nachhaltig verfolgt werden. Deshalb ist die Müllbeseitigung ein Teil der Aktion; gleichwertige Bestandteile sind Müllvermeidung, Mülltrennung und -wiederverwertung.

3. Projekte zur Vermeidung von Müll und Unrat und ehrenamtliches Beseitigen von Müll müssen Unterstützung erfahren aus dem Finanztopf bzw. der Haushaltstelle der Stadt für wildes Müllabladen, auch außerhalb des „Besentages“. Die bereits bestehenden pädagogischen Bemühungen in Kindergärten und Schulen müssen unterstützt werden. Neue Projekte sollen Ermutigung erfahren.

4. Aufkleber und Faltblätter mit einer Müllnotrufnummer müssen verteilt werden, die niedrigschwellig Anwohner/innen ermöglicht, Müllsünden in der Nachbarschaft zu benennen. Die Verursacher/innen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Die Möglichkeiten des Ortsrechts müssen konsequent und erkennbar genutzt werden. Müllwegwerfen ist kein Kavaliersdelikt.

5. Die Sperrmüllabfuhr muss stärker für entstehende Müllberge sensibilisiert werden und von sich aus verhindernd bzw. vorbeugend eingreifen. Mit einem Sperrmüllexpress (gegen Gebühr) sollen die Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit erhalten, außerhalb bestehender Wartezeiten den Sperrmüll abholen lassen zu können.

6. Ein Faltblatt, das kindgerecht den achtlosen Umgang mit Müll und Unrat und die sich daraus ergebenden Konsequenzen und Auswirkungen für unsere Stadt aufzeigt, soll mit Praktiker/innen des Jugendamtes erstellt werden.

7. Grundsätzlich sollen alle Einrichtungen der Stadt auf die Problematik Müll aufmerksam machen und ihre Beobachtungen und Bemühungen im Rahmen eines stadtweiten Austausches sammeln.

Wir waren bisher stolz auf unser Image als Stadt im Grünen. Deshalb sagen wir: Weg mit dem Müll, damit Marl weiterhin die Stadt im Grünen bleibt.