Meinungsaustausch mit der Mietergenossenschaft Schlenke

Jens Vogel

Zu einem informativen Treffen kam die SPD-Fraktion am Montag, 26.08.2002, mit Vertretern der Mietergenossenschaft „Schlenke“ zusammen. Werner Bergerhoff stellte die Grundlagen der Genossenschaft dar. Die Mietergenossenschaft ist der Zusammenschluss von Schlenke-Mietern, um ohne den Einsatz von eigenem Kapital den Erwerb von Wohneigentum in Siedlungsform zu ermöglichen. Dadurch sollen gewachsene nachbarschaftliche Beziehungen auch nach der durch die Westerweiterung des Chemieparks notwendigen Umsiedlung der Schlenke erhalten bleiben.

Die Finanzierung des Projekts kann nach den Vorstellungen der Genossenschaftsmitglieder über Zuschüsse (55 % der Bausumme) und Hypotheken erfolgen. Das Finanzierungsmodell sieht vor, dass niemand höher als zurzeit belastet wird. Mit monatlichen Raten tilgen die Genossenschaftsmitglieder die Hypothek, so dass nach 28 Jahren die Häuser in das Eigentum übergehen.

In einer lebhaften Diskussion wurden die Chancen dieses Modells erörtert. Sympathie fand der eingeschlagene Weg, einer großen Gruppe von Bewohnern der Schlenke die Bildung von Wohneigentum zu ermöglichen. Fraktionsvorsitzender Jens Vogel erklärte dazu: „Mit den Standortplanungen an der Sickingmühler Straße und der Gründung der Mietergenossenschaft ist ein weiterer Schub in das Projekt Westerweiterung gekommen. Wichtige Anregungen der Marler SPD sind aufgegriffen. Die Stadtverwaltung hat die Aufgabe, die Finanzierungsfragen zu regeln. An die Bürgermeisterin appelliert die SPD-Fraktion ganz dringend, das Gespräch mit allen Menschen in der Schlenke zu führen. Nur so können weiterhin bestehende Verunsicherungen abgebaut und Vertrauen geschaffen werden.“