Gespräch mit Vertretern der Verbraucherzentrale Marl

Waltraud Lehn (MdB), Jens Vogel (SPD-Fraktionsvorsitzender), Werner Arndt (Sozialausschussvorsitzender) und weitere SPD-Vertreter besuchten die Marler Verbraucherberatung. Dies war die erste Etappe der diesjährigen gemeinsamen Sommeraktion von SPD-Fraktion und SPD-Stadtverband. Dabei wollte man die neue Leiterin der Verbraucherberatung, Frau Marina Mohrenstecher, kennen lernen und Neues aus der täglichen Arbeit der Beratungsstelle erfahren. Weiter nahmen an dem Gespräch die Regionalleiterin der Verbraucherzentrale, Frau Maria Lücke, und Dr. Theo Wolsing, Landesverband der Verbraucherzentrale Düsseldorf, teil.

"Die neue Aufgabe in Marl habe sie besonders gereizt" verriet die gelernte Ernährungswissenschaftlerin. Grundsätzlich würde sie sich um alle relevanten Verbraucherthemen kümmern, Schwerpunkt sei jedoch der "graue Kapitalmarkt". Etwas 20 Milliarden Euro gehen auf diesem Grauen Markt Jahr für Jahr durch unseriöse Machenschaften verloren.

Weiter berichtete Frau Mohrenstecher den SPD-Vertretern über die sogenannte Schuldenfalle Handy. Besonders Jugendliche und Junge Erwachsene gerieten immer häufiger früh in die Verschuldung. Mit Handyschnickschnack wie Logos und Klingeltönen werde oft übel abkassiert. So will man verstärkt in den Schulen Aufklärungsarbeit zu diesem Thema leisten. Für Senioren werden im Herbst Handy-Führerscheinkurse angeboten.

Das Jahr 2002 brachte den Verbrauchern auch viele Verbesserungen lobten die Verbraucherschützer die Bundesregierung. Gesetzesänderungen wie die Schuldrechtsreform, die Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen und die Reform der Insolvenzordnung hätten die Verbraucherechte gestärkt. "Die Fragen und Probleme, die Verbraucher und Verbraucherinnen an die Marler Beratungsstelle herantragen, werden nicht weniger, aber immer komplizierter" fassten Waltraud Lehn und Jens Vogel das einstündige Gespräch zusammen und lobten die Qualität der Beratungsarbeit. "Daher freuen wir uns, dass trotz knapper öffentlicher Kassen die Marler Verbraucherberatung bis 2006 finanziell gesichert ist."