Beeindruckendes Erlebnis: Mit Tempo 410 geschwebt

Lothar Schubert, Ernst Knopf
v.l. Lothar Schubert, Ernst Knopf

Für die Besucher aus derm Emscher-Lippe-Raum war der Besuch des Transrapid auf der Versuchsanlage im Emsland bei Lathen ein eindrucksvolles Erlebnis.
Der Gladbecker Landtagsabgeordnete Wolfgang Röken (SPD), Mitglied des Verkehrsausschusses und Leiter der Projektgruppe „Anbindung an den Metrorapid“ der SPD im Emscher-Lippe-Raum, hatte zu einem Besuch der Versuchsanlage eingeladen.

Aus Marl nahmen Marion Müller, Kreistagsmitglied Lothar Schubert und Ernst Knopf als Mitglieder der Projektgruppe teil.

Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte der Magnetschwebebahn folgt die Fahrt mit dem Transrapid 08. Es war ein beeindruckendes Ereignis. Mit Geschwindigkeiten bis zu 410 km/h schwebten die Gäste auf dem 40 km langen Rundkurs zwei Runden lang.

Überzeugender Fahrtkomfort, hohe Sicherheit und ökologische Qualität des Verkehrssystems wurden demonstriert und erläutert. Technische Details und allerlei Nachfragen konnten während der Fahrt vom fachkundigen Personal beantwortet werden. Danach wurde vom Besucherhügel aus der mit rund 160 km/h bzw. 360 km/h vorbeirauschende Zug beobachtet. Erst dort wurde die enorme Geschwindigkeit deutlich. Gleichzeitig waren alle Teilnehmer über die vergleichsweise geringe Geräuschentwicklung erstaunt. Die LKW, die die nahe gelegene Straße befuhren, waren lauter als der Transrapid.
Anschließend wurde über den zwischen Dortmund und Düsseldorf geplanten Metrorapid diskutiert, der bis zur Fußballweltmeisterschaft 2006 realisiert und in den vorhandenen Schienenverkehr eingebunden werden soll. Der Fahrweg kann zu 95% bestehende Eisenbahntrassen nutzen. Auch die hohe Zahl der täglichen Pendler und der Bundeszuschuss von 1,75 Mrd. € sprechen für das Projekt, das viele neue Arbeitsplätze schaffen wird: beim Bau 15.000, im Betrieb dann etwa 1.700 Dauerarbeitsplätze, davon über 1.000 in NRW.

Wolfgang Röken MdL: „Der Transrapid hat neue Freunde gewonnen. Wenn es uns gelingt, die Anbindung unserer Region an die Achse Dortmund-Düsseldorf auf der Schiene deutlich zu verbessern, wird der Metrorapid ein Quantensprung für die Menschen, die Region und das Land NRW sein. Der Metrorapid steht auch für den Industrie- und Wirtschaftsstandort NRW. Wenn wir diese Technologie exportieren wollen, brauchen wir auch hier eine Strecke. Wir können und dürfen nicht nur auf China verweisen.“