Bahnhof Sinsen – Wir lassen keinesfalls locker

„Keinesfalls locker lassen“ will der SPD – Ortsverein Sinsen/Lenkerbeck, wenn es um den Bahnhof Marl – Sinsen. geht. Damit reagiert jetzt der Vorstand in einer Erklärung auf die jüngste Berichterstattung aus dem städtischen Bauauschuss, dass der Bau der geplanten Fahrradstation, des Personenaufzuges und die optischen Verbesserungen im Bahnhofsumfeld nicht erfolgen sollen.

„Einen Aufschub können wir akzeptieren, aber nicht die endgültige Streichung dieser Maßnahmen“, so der stellvertretende OV – Vorsitzende Lutz Schindler. Nach Informationen des Ortsvereins ergebe sogar eine etwas größere Version (300 Stellplätze statt der bisher geplanten 220) eine günstigere Baukosten- und Fördersituation, weil auf demselben Baugrund 1 ½ stöckig gebaut und die Fördermittel des Landes voll in Anspruch genommen werden könnten. Jens Vogel, SPD–Fraktionsvorsitzender im Rat der Stadt, stimmt einer Prüfung des Gedankens zu. Beim Land stehen jedenfalls weiterhin Fördermittel zur Verfügung. Allerdings wäre dafür ein neuer Antrag per Ratsbeschluss notwendig.

Beim Personenaufzug sieht der Ortsverein die Bahn in der Pflicht. Noch in der letzten Woche ist im Bundestag ein Gesetz verabschiedet worden, das verpflichtet, behinderten Personen einen ungehinderter Zugang zu allen öffentlichen Gebäuden zu ermöglichen. Im Sinne der Kundenfreundlichkeit ist ein Personenaufzug für behinderte Personen, aber auch für Mütter und Väter mit Kinderwagen, am Bahnhof Sinsen dringend notwendig.

Zum Thema „Personenaufzug“ hat der SPD–Ortsverein inzwischen die Marler Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn eingeschaltet. Lehn wird beim Bahnchef Mehdorn vorstellig werden. Ein Termin in der Zeit nach Ostern ist schon verabredet.