S-Bahn-Ring auf den Strecken S2 und S9

Mit nachhaltiger Unterstützung aus Marl kann der verkehrspolitische Sprecher der
SPD – Kreistagsfraktion Klaus Wintermeyer (Recklinghausen) für seinen Vorschlag rechnen, die S – Bahn – Linien S9 (Haltern – Essen), S1 (Essen –Dortmund) und S2 (Dortmund – Recklinghausen) in einem Ringschluss über Sinsen, Haltern und Marl – Mitte zu einer großen Ring – Linie zusammenzuführen. "Für Marl eindeutig von Vorteil", urteilen der Sprecher der Marler SPD–Fraktion, Jens Vogel, und die stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Doris Schindler in einer gemeinsamen Erklärung.

In einem Fachgespräch mit den SPD – Vertretern im städtischen Bauausschuss, den Marler Kreistagsabgeordneten und Vertretern der SPD-Ortsvereine Marl–Hamm und Sinsen/Lenkerbeck erläuterte jetzt Klaus Wintermeyer seinen Vorstoß. Dabei ist der Antrag zur nächsten Kreistagssitzung, die Linie S2 als zusätzliches Angebot von Dortmund nach Recklinghausen über Sinsen nach Haltern fortzusetzen, nur der erste Schritt.

Die eigentlich spannnende Idee ist aus Sicht der Marler SPD ein S–Bahn–Ring mit gegenläufig verkehrenden Zugpaaren, die Marl mit den Städten und Vorstädten des mittleren Ruhrgebiets und dem Wachstumsraum um Dortmund direkt verbinden. So bestünde z.B. eine umstiegsfreie Direktverbindung von Marl-Mitte zur Dortmunder Universität oder von
Marl–Hamm nach Castrop-Rauxel. Fraktionssprecher Jens Vogel: "Wir müssen an die steigende Zahl der Berufspendler denken. Hier sind Pünktlichkeit und Verlässlichkeit umstiegsfreier Verbindungen ein wichtiger Vorteil."

Mit einer steigenden Attraktivität der Verbindungen sieht sich Jens Vogel auch dem seit langem von der SPD geforderten Halbstundentakt auf der Schiene Essen–Haltern über Marl–Mitte und Marl-Hamm deutlich näher. Künftig habe diese Linie auch die Aufgabe, aus der Fläche die Fahrgäste schnell an den Metrorapid in Essen heranzubringen. Dies sei nur mit mindestens 2 Fahrten/h möglich.

Klaus Wintermeyer sieht in einem Ringverkehr eine betriebswirtschaftlich günstige Situation für die Bahn. Haltern wie Dortmund würden für diese Linie als Kopfbahnhöfe genutzt. Die technischen Voraussetzungen seien gegeben, notwendige Investitionen vergleichsweise gering. Die Vertaktung der Züge ist nach seinen Recherchen bei der Bahn auf allen Streckenabschnitten machbar.

Wintermeyer: "Im Zuge der Neuordnung des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet durch den Bau des Metrorapids muss sich der Kreis Recklinghausen frühzeitig mit seinen Interessen positionieren." Jens Vogel und Doris Schindler fordern, die Angelegenheit zu einem zentralen Thema für die Stadt und den Kreis Recklinghausen zu machen.